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854. So Konrad von Einsiedel; vgl. Pilgerkatalog 1427, auch1308 und 1443 a und Joh. Kern, Schlesiens Sagen, Breslau 1863, 301sub voce Scheidnich.
5:55. Ein Ritter von Mehrnstein bei Rattenberg geht, nachdemer der Fai vom Sonnenwendjoch die versprochene Liebe gebrochen,nach dem heiligen Lande, um nie mehr zurückzukehren (v. Alpen-burg, Tiroler Sagen 94—95). Ein Ritter aus Eger zieht, da ihn dreiFräulein lieben, nach dem heiligen Lande, worauf diese den Nonnen-sehleier nehmen, aber eine Namens Brunhilde lebt noch, als der Ritterheimkehrt, und stürzt sich, ihres Eides vergessend, dem Geliebten indie Arme, worauf beide sterben (Gräfse, Sächsische Sagen II, 91).Ein Ritter, auf den ein anderer verheirateter Ritter eifersüchtig ist,wird gezwungen ins heilige Land zu gehen, wo er stirbt; aber da erbefohlen hatte, ihm das Herz nach dem Tode auszuschneiden und derGeliebten zu überbringen, bringt der Ehemann diese dazu, ohne ihrWissen das Herz zu verzehren; als sie hierauf erfahren, was sie ge-gessen, weigert sie die weitere Annahme von Speise und stirbt (Liederder Klara Hätzlerin ed. Haltaus, Nr. 23).
356. Bei Vulpius, Kuriositäten 1812, 405—422 und ohne Zweifeldaraus bei Seifart, Erheiterungen, Stuttgart 1866, 144—148; Ermanerwies in der ZDPV. IV, 201—205 zuerst, dafs hier ein aus der deut-schen Ausgabe des Felix Fabri gemachter Roman vorliege. Dasselbewird auch von der durch Hormayr (Taschenbuch 1837, 117—132)mitgeteilten Sage: Der schöne Franz von Brunn gelten, obgleich diesevon der Person des Bartscheerers vielerlei Neues zu erzählen weifsund die Hauptperson nicht er, sondern die Tochter Hinkos von Wald-stein Ludmilla ist, welche unter dem Namen Franz von Brunn derReisegesellschaft 1483 sich angeschlossen haben soll, um nach Cypernzu ihrem Geliebten und Lebensretter Chrysogonus zu gelangen undseine Gattin zu werden.
357. Bei Vulpius, Kuriositäten 1817, VI, 323—334, von Erman(ibid.) auch als Roman charakterisiert. Jedenfalls ist Raininger vonBuchhorn aber eine historische Person, da von ihm in München imCod. germ. Nr. 270, fol. 50—57 c. 1464 Sprüche erhalten sind. .
358. Unter den Begleitern des Herzogs Albrecht von Sachsennennt die Sage auch Bruno von Schönberg, dessen Urahn einst einenLöwen im Moraste erschlagen und daher sein Wappen empfangenhaben soll (Gräfse, Sachs. Sagen I, 501, 64). Ein anderer Begleiter,der Zwickauer Hauptmann Martin Römer (den auch Mergenthai nennt),soll den Zug Herzog mit 150 Pferden verstärkt und ihn auf der Reisefreigehalten haben (Gräfse, Sachs. Sagen II, 12); ebenso habe er einReliquiar mit serbischer Inschrift, welches aus der Kirche zu St. Tri-nität in Konstantinopel stammte, mit fünf Stückchen des heil. Kreuzesund vier Edelsteinen von einem Griechen gekauft, in dessen Hände.
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