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Deutsche Pilgerreisen nach dem Heiligen Lande
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als die beste Gabe erscheinen werde. Diese Quelle heilst heute nochder Gangolfsbrunnen (Gräfse II, 731 f.). Auch in englischen Romanenund Romanzen des späteren Mittelalters z. B. in Guy of Warwick,Bevis of Hampton, Eglamour, Isumbras und Triamour ist von Pilger-fahrten nach dem heiligen Lande die Rede.

359. Hans Brömser von Rüdesheim, als er im heiligen Lande ge-fangen war, that das Gelübde, kehre er glücklich heim, seine einzigeTochter Gisela dem Kloster weihen zu wollen. Er entkommt glücklichmit seiner Sklavenkette, aber Gisela will nicht ins Kloster gehen undertränkt sich, worauf Brömser die Not-Gotteskirche" und 1390 diePfarrkirche zu Rüdesheim erbaut, auf deren Turmspitze ein Halb-mond als Wetterfahne sich dreht (Gräfse, Sagenbuch d. preufs Staatesn, 707). Ein Ritter von Plate hatte seinen Bruder (c. 1360) er-schlagen und mufste dafür zur Strafe nach dem heiligen Lande pil-gern; er baute heimgekehrt eine Marienkirche zu Plate (Gräfse II,922).