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1500, bis wohin Joh. von Preufsen den Kitterschlag erteilte, ging diesPrivilegium an die Franziskaner über (Tobler, Golgatha 241). DerOrden selbst stand anfangs im höchsten Ansehen (Pilgerkatalog1506—1507), so lange die Reformation noch nicht sich verbreitethatte, und man nur Adeligen von mindesten vier Ahnen ihn verlieh,bis man auch Kaufleute zu Rittern schlug (Tobler, Golgatha 249,Note 7; Schach 12; A. von Pappenheim 427; Pilgerkatalog 1561c);am meisten strebten die Niederländer nach dem Besitz jenes Ordens-titels. Buseck 458 berichtet sogar einen Fall, dai's man einem Un-würdigen (vgl. Villinger 79 f.) die Ritterwurde alsbald wieder nahm.Als Sportein wurden 4 (Ketzel 85; B. von Eptingen 381), 8 (Leeman103), 10 (Joh. von Lauffen), 11 (Villinger 79), später sogar 30 (Am-man 120; Stammer 143 ff.) Dukaten gezahlt (vgl. Tobler, Golgatha242), auch stellte man Urkunden darüber aus (Pilgerkatalog 1465;1583 b; Hirschfeld 73; Benard 267—271; Radzivill 66—68; Lussy50—53; Hoffmann, Scriptt. rerum Lusaticarum I, 372; Schweiz. Ge-schichtsfreund 1852, 216—217). Der St. Georgsorden (im Mittelalterwar es allgemeiner Glaube, „ dafs jeder Deutsche, so gegen die Heidenziehe, stets St. Georgs Banner führen müsse"; von Hormayr, Gol-dene Chron. von Hohenschwangau 155) wurde in der St. Michaels-kirche zu Cairo (auch im St. Katharinenkloster auf dem Sinai nachPh. von Katzenellenbogen) erteilt, wie Fabri IH, 51 erzählt.
356. Hier wurde in späterer Zeit gegen ein Trinkgeld jedem,der es wollte, eine Tätowierung in den Arm gemacht (das fünffacheKreuz, die Kreuzlegung Christi, das heil. Kreuz, Maria Verkündigung,die Via dolorosa etc.), indem man Oehsengalle, kleingestampfte Kohle,fetten Lampenrufs zusammen zu einem Brei rührte, dann eins vonden vorhandenen 60 Modellen auf dem Arme mit Nadeln ausstachund in die Haut dann jenen Brei einrieb (Troilo 298). Nach Sli-sansky 33 (1660) erhielt jeder Pilger in Bethlehem als Geschenk zweiTurteltauben.
257. Röhricht, Pilgerfahrten 363; Anton. Martyr (in ToblersItinera latin. I) 27, 123f.; Philippus ed. W. Neumann, in d. Osterr.kath. Vierteljahrsschrift 1872, 64; Tobler, Jerusalem II, 696ff. Manverlangte für das Geleit nach Otto von Groben 220 f.: 14 Thaler (fürjeden Geistlichen nur 12); die Gesellschaft des Harrant 248 sollte100 Dukaten geben. Mirike 121 vergleicht den Jordan mit der Lippebei Wesel.
258. Kohl 120; Fabri II, 30; Rehlinger 412. Ebenso kam esvor, dafs unter irgendeinem erdichteten Grunde, weil sie dem TempelSalomonis zu nahe gekommen seien (Kohl 120), der Patron habe nochnicht alle Tribute gezahlt (Redwitz 14—15), unter den Pilgern be-fänden sich Spione (Parsbergj vgl. Gabr. von Rattenberg 404), un-verschämt in Jerusalem geschätzt wurden. Im Jahre 1444 drohte