70
als heilkräftig gepriesenen Tempelschlafs sein (Nord u. Süd 1887,Oktob. 52—53).
247. Fabri II, 97; Harff 181 (Ludolf 80 sagt: „ Nam si sepul-crum Christi per grana et arenas posset deportari, jam ultra longatempora, etiamsi maximus mons esset, fuisset deportatum, ita ut vixibidem una arena permansisset '■); vgl. auch die interessanten Verse anKönig Balduin (Manuscr. Bodlej. 2394; Bodl. 603, die Webb in: Ar-chaeologia, London 1827, 416 Note citiert). Auch von der „Marien-säule" und dem „Tische Christi" in Nazareth wurden Stücke für ge-bärende Frauen (vgl. S. 29, Note 4) losgeschlagen (Tobler, Nazareth146, 235). Jacob von Verona durfte sich noch einzelne Stücke zumAndenken mitnehmen, ebenso Ludolf von Sudheim, und auch Joh.von Lauffen (1583).
248. Fabri II, 92ff.: „Solinostri teutonici nobiles hac vanitateutuntur, ac si mundus non haberet nisi ipsos"; ein solches Wappen aneiner Säule der Bethlehemskirehe siehe bei Sepp, Das heil. Land I,557; vgl. Pilgerkatalog 1474. Gumppenberg sah 1421: 5 königlicheBanner, 32 Waffenröcke und viele Wappen in der Helenenkapellehängen; vgl. Eptingen ed. Bernoulli 167. Seit 1550 ist die Sitte, denNamen anzuschreiben, was Walter von Waltersweil 34a geheim zuthun rät, wieder verbreitet (Behlinger 411); doch vgl. Pilgerkatalog1550 a.
249. Tobler, Golgatha 430.
250. Fabri I, 312ff.
251. Nach Kiechel 318 war es ausdrückliche Bestimmung desPapstes, dafs keiner ein Attest (wofür man eine Zeehine zahlte) überseinen Besuch der heiligen Stätten empfangen sollte, der nicht ge-beichtet und kommuniziert.
252. Scheidt 28—31 erzählt, er sei von einem reichen Herrnvorausgeschickt, um für dessen Reise die nötigen Erkundigungen ein-zuziehen, worauf der Guardian seinen Zorn gegen den Protestantenfahren läfst; Adam von Schlieben (Schweigger 289—291) sagt, er undseine Freunde hätten daheim einen Mord begangen und seien zurBufse auf die Pilgerfahrt gesandt worden; Bräuning 222 erklärt, erhätte daheim noch Feinde, mit denen er sich noch versöhnen müsse,ehe er das Abendmahl nehmen könne. Kiechel 314 und Neitschütz298 - 300 weigern sich einfach zu kommunizieren und kommen unbe-helligt davon.
253. O. von Groben 89 wird als Ketzer arg angeschrieen: ersolle übertreten. „Endlich kam ein Spanier zu mir, welcher in einemweitläufigen Diskurs mir zu verstehen gab, dafs er es für keine Sündehielte, sondern vielmehr vor ein gutes Werk, einen Ketzer durch Gifthinzurichten, weil er dadurch das Unkraut ausrotte" i^S. 90). End-lich beschwichtigt er durch Geschenke die Mönche (S. 91, 109), die