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Deutsche Pilgerreisen nach dem Heiligen Lande
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Mittelalter I, 405) auch bei Walter von Waltersweil S. 6. erwähnt(Pilgerkatalog 1493 a).

81. L. v. Wedel (Johanniterblatt des Ordensballey Branden-burg 1862) S. 65. Jacob Bräuning S. 215 berichtet:Diejenigenaber, so pilgramsweiss alher Walfahrten, die tragen zwar uff breitteSchwartze Filzhüte, Haben an Grave Lange Tüchene Röcke mitweiten Ermelen, Welche Röcke um den Weichen mit einer breitenGürtel gegürttet. Ueber solche Grave Röcke haben sie oben kurtzeSchwarze Lederne Mäntel, so blofs die Schulteren bedecken, Unddarauff das Fünffache Jerosolymitanische Creutz, in der einen Handein Pater noster Und in der anderen einen Pilger-Stab."

82. Abbildungen von pera und baculum (auch Friedrich I. undKönig Philipp von Frankreich nahmen 1189 beides als Symbole derPilgerfahrt; Sybels Zeitschr. XXXIV, 38 und Beitr. II, 136) siehe beiPistorius, Amoenitat. jur. histor. VI, 1657, in: Commission des antiquitdsdu ddpartement de la Cote d'or (Möm. VIII, 261 ff.); über die Sitte, beidesaus der Hand eines Geistlichen zu nehmen siehe Du Cange Glos-sarium s. voce pera, baculum und Dissertat. XV auch Petitot, Col-lection complete des m&noires relat. k l'hist. de France, Paris 1819,III, 288295; M&noires de la socidte" d'agriculture, Troyes 1859, X,169 ff. Bilder von Pilgern aufser bei Bräuning siehe auch bei Edw.Cutts, Scenes and characters of the Middle Ages, London 1872, 158;Hefner - Alteneck, Die Trachten des christl. Mittelalters, III, Tafel14; A Encyclop. of costume ed. James Robinson Planche", London1876, I, 50; Harrant von Polschütz 68. Nach Tobler, Denkblätter507 kam im siebenzehnten Jahrhundert die Pilgeruniform aufserMode; Hirnheim 453 empfiehlt den Pilgern, lieber im Kaufmanns-habit zu reisen. Über die Pilgertracht vgl. noch Otte, Handbuchder kirchlichen Kunst-Archäologie, 1885, I, 467, ebenda I, 198 überPilgertaschen, die als Behälter für aus dem Orient mitgebrachte Re-liquien sich noch in Quedlinburg, Brandenburg, Köln und Mainz vor-finden.

83. Fabri I, 94; Fafsbender 250.

84. Gumppenberg 235a; Walter von Waltersweil 2a; Lussy 2;Stockar 70. Nach Grünemberg fol. 3 kommunizierten die Pilger imSt. Helenenkloster zu Venedig. Zuallart 249 empfiehlt es dringend,das Abendmahl noch vor der Abreise zu nehmen.

85. Fabri I, 67. Wahrscheinlich war es immer Sitte, für denpilgernden Mitbruder eine tägliche Messe zu lesen und ihn ins Gebeteinzuschliefsen, wie dies aus dem siebenzehnten Jahrhundert aus-drücklich bezeugt ist (Schweiz. Geschichtsfreund XXXI, 348). SeitEnde des fünfzehnten las man für die Pilger bei der Abreise einemissa de peregrinantibus, wie Zülnhart 308 und Joh. von Hirnheim447 berichten; pera und baculum wurden durch den Segen des Prie-