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Deutsche Pilgerreisen nach dem Heiligen Lande
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Pilger zusammen, während früher hundert bis zweihundert gleichzeitigabfahren wollten.

41. Wer mit zwei Verwandten nach dem heiligen Lande pilgernwollte, hatte 16 grossi für die Erlaubnis zu zahlen (nach dem üb.taxationum bei Woker, Das kirchliche Finanzwesen der Päpste 91 f.).Wer ohne Erlaubnis pilgerte, zahlte 8; war der Schuldige ein König,so hatte er 100 zu geben (S. 103); für Absolution vom Pilgergelübdezahlte ein Fürst 20 grossi, für jede weitere Person 10 (S. 104), dochliefs sich das Gelübde gegen Zahlung von 18 grossi oder 3 Denareauch kommutieren und prorogieren, wenn ein dauerndes körperlichesHindernis eintrat (s. 195. 205). Absolutionen gegen Geldzahlungenkommen übrigens schon im Zeitalter der Kreuzzüge vor (Potthast,Eeg. pont., No. 48, 445, 1137) ebenso wegen Krankheit (Potthast,Nr. 16289, 16965) und Gebrechlichkeit (1660, 9134, 10675, 18354,24976), noch viel häufiger Kommutationen.

42. Stephan v. Gumppenberg im Reyfsbuch 1584, 235 a;Zimmersche Chronik ed. Barack I, 479; Fabri, Geistl. Pilgerfahrt 287;Bernhard v. Hirschfeld 38; Zuallart 256; Badzivill, Peregrinatio ed.Treter, Antwerp. 1614, 13; vgl. Kiechel 241. Einen päpstlichen Er-laubnisschein siehe auch in der Revue nobiliaire 1870, 58.

43. Entweder in Venedig (Walter von Walters weil 5 a) und zwarim Dominikanerkloster (B. von Eptingen in Schweiz. Geschichtsforsch.Bern 1828, VII, 313), oder beim Grofspönitentiar in Bologna (Por-ner 132), beim päpstlichen Legaten (Zülnhart 311) oder auch inPadua (Kantzow 230). Slisansky 26 präsentirte 1660 dem Guardianeinen Erlaubnisschein des päpstlichen Nuntius zu Wien.

44. Fabri, Evagator. I. 26 ff. 61 ff. Walther v. Guglingen (1480)und Ludwig Helmlin (1639) erhielten nur mit Mühe die Erlaubnisvom Kapitel und dem Generalvikar (Schweiz. Geschichtsforscher XXXI,346; vgl. Hugo Cluniac. bei Migne, Patrolog. latin. CCIX, p. 893,c. 54; Quaresmius I, 819822).

45. Pilgerkatatog 1497 a.

46. Nach Kiechel 293 f. galt ein solcher Pilger als lutherischerKetzer und ward von dem Besuch der heiligen Stätten durch denGuardian ausgeschlossen, doch sagt schon Ludolf v. Sudheim 3 :tarnen plures sunt causae, ob quas absque licentia, ut audivi, transiripotest, ut si transiens sit religiosus vel si pater, mater aut amicusalicujus ibidem infirmaretur, vel captus detineretur, tum absque li-centia transire potest ad quaerendum vel redimendum ipsos, vel sialiquis transmitteretur pro pace vel aliqua re bona reformanda velrecuperanda." Übrigens lesen wir in einer Urkunde von 1305 (beiGuden IH, 696) folgende Bestimmung:Auch sin wir uberkomen:wer eine Bedefart wil leisten zu den Heiligen, der sol komen zu symePherner oder Capellan und bichta und erloub bidden sine bedefart zu