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11. Es gab in Frankreich eine confrerie des peldrins de St. Jac-ques (Soc. de l'histoire de Paris I, 186ff.; II, 340ff.; vgl. Jacobs inder Zeitschrift d. Harz-Vereins 1880, XIII, 320 ff). Ein Bädekerfür die Santiago-Pilger aus Deutschland ist: De overen vnde med-delen Straten ran Brunswygk tho Sünte Jacob in Galicien. Bruns-wygk 1518. 8°.
12. Von dem Jerusalemgelübde konnte ein Beichtiger nicht ent-binden (Mecklenb. ürkundenb. VII, Nr. 4850).
13. Fabri I, 3ff.; Brocard-Mie"lot in Le Chevalier au cygne ed.Baron de Reiffenberg I, 241 ff.; Pilgerkatalog 1618.
14. Vgl. unsern Pilgerkatalog zu 1330, 1430 b, c. 1460, 1470,c. 1570, 1656, auch 1600—1661. Über die Entwickelung des mit denheiligen Stätten verbundenen Ablasses siehe Tobler, Denkblätter498 ff. und Geisheim 35 ff., besonders Briemle II, 555—560 (ibid.299—321 die an den Orten üblichen Gebete); Schmitz, Bufsbücherund Bufsdisziplm der Kirche 1883, 152—154, 391, 405.
15. Pilgerkatalog 1309, 1354, 1391, 1433, 1465, 1493, 1505.
16. Wir besitzen eine reiche Fülle von Urkunden aus Lübeck,■worin die Aussendung von Pilgern nach dem heiligen Grabe bestimmtwird (Pilgerkatalog 1380, 1387, 1395, 1406, 1407, 1413—1415, 1418,1422, 1427, 1430-1432, 1434, 1440, 1443, 1457, 1461, 1508) und dieSubstitution als ein längst bekannter und geübter Brauch (vgl. Pott-hast, Reg. pontific, No. 5390) erscheint; jedenfalls kamen LübeckerKaufleute durch ihre vielen Reisen oft in die Lage, die das Sprich-wort charakterisiert: „Wer beten lernen will, gehe aufs Schiff!"Neben Jerusalem wurden auch Rom, Santiago, Canterbury, Aachen,Köln, Roquemaure als Wallfahrtsorte von Lübeckern stark besucht.
17. Pilgerkatalog 1470 a.
18. Nur Herzog Christoph giebt dem Gefühle seines Zornes inseinem Tagebuch darüber unverhohlen und kräftig Ausdruck; vgl.unten S. 24.
19. Pilgerkatalog 1386. Reinfriet von Braunschweig (ed. Bartsch)Vers 15472—15518 klagt, Pilgerfahrten würden häufig unternommenaus Feigheit, um Fehden zu entgehen, so dafs dann Freunde undVerwandte in hilfloser Lage zurückbleiben müfsten, oder um zuzu sparen. Im Jahre 1380 klagte Herzog Leopold von Osterreichdem Papste, dafs sich viele Laien in weltlichen Angelegenheiten dengewöhnlichen Gerichten zu entziehen suchten „asserentes, se zelofidei munifice (mirifice?) crucis signum accepisse ac votum personalein terre sancte subsidium fecisse, pretextu privilegiorum racione votihujusmodi eis, ut asseritur, per sedem apostolicam concessorum lai-eos eidem duci subjectos in terris, quas idem dux infra limites ma-ximi (sie) civitatis et diocesis habere dinoscitur, commemorantes, perrescripta apostolica ad certos judices delegatos eis in eisdem rescriptis