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kündigt (vgl. Köhricht, Die Pilgerfahrten vor den Kreuzzügen inv. Baumers Hist. Taschenb. 1875, S. 326 ff.; für die spätere Zeitvgl. Fei. Fabri, Evagat. I, 20—24; Quaresmius I, 754—889; Zu-allart im Beyssbuch II, 243f.; Bobinson, Palästina II, 207ff.).Die katholische Auffassung ist begründet in: Acta eoncil. Trident.sess. XXV; Bellarmin, De cultu Sanctt. H, col. 888 c. 8. 9;Gretser, De sacris et religiosis peregrinationibus, Ingoist. 1606;besonders aber: Katholisches Leben im Mittelalter, Auszug aus Ke-nelm Henry Digbys: Mores catholici, deutsch von Andreas Kobler,Innsbruck 1887, I, 633—675. Luthers Ansicht siehe in Opp., Jenae1685, II, 436; vau Senden I, 360. Die katholische und protestantischeAnsicht sind mit Angabe der einschlägigen Litteratur verglichen beiJacob a Melle, De itineribus Lubecensium religiosis, Lubecae1711, 1—5; sonst siehe auch Zöckler, Kritische Geschichte derAskese 1863, 278—284 und Tobler, Denkblätter 578. Der Araberhält wenig von dem Pilgern nach Jerusalem; „hüte Dich vor jedemJerusalemfahrer!" soll nach Volney Ii, 182 ein arabisehes Sprichwortsein. Ebenso wegwerfend beurteilt das deutsche Sprichwort ja allesWallfahrten. Wander (Deutsches Sprichwörterlexikon) führt unterPilger und Wallfahrten auf: „Eine Pilgerfahrt macht nichtheilig; als Pilgerin fortgehn, und als Hure wiederkommen; der pilgertin den Himmel, wie eine Sau ins Mausloch, sagte der Narr, als erden Propst auf der Pilgerfahrt sah; Wallfahrt bringt keyn Wolfart;Wallfarten geschehen mehr aus Wollust denn aus Andacht; Wall-fahrten gehn zu stummen ausländischen Bildern giebt daheim Brod-heischen der lebendigen Bilder t (der Kinder); wer oft wallfahrtenthut, wird selten gut." Ähnlich sagt Thomas a Kempis, De imi-tatione I, 23: „Qui multum peregrinantur, raro sanctificantur"; inden Annal. Stad. (Mon. Germ. SS. XVI) 333 wird von den Pilgern ge-sagt: „Devotione nee exeunt nee redeunt et vix aliquos vidi immonunquam, qui redirent meliores."
9. Nach einer etymologischen Mythe (vgl. Joel 4, 2, 12) imThale Josephat; siehe Tobler, Jerusalem II. 26ff.; Sepp, Dasheil. Land I, 275. Schon im Jahre 1065 hofften die Pilger dort denjüngsten Tag zu erleben (Eöhricht, Pilgerfahrten, S. 345 ff.), undauch die Juden pilgerten dahin, um dort ihr Grab zu finden (Tobler,Denkblätter, S. 486—488; vgl. Gen. 47, 29 f. Exod. 13, 19).
10. Zur Geschichte der Bompilger vgl. Frenoy, Condition despelerins k Borne en droit Komain, Paris 1879. Einen Bompafs siehebei Baluze II. 431 lib., Nr. 49 und im Lübecker Urkundenb. III,Nr. 19 u. 20. An die Bomfahrt erinnert im Deutschen der häufigeName: Kömer, v. Böhmer, Pilger. Pilgram, wie an die Jerusalem-fahrt: von Pilgram, von Jordan, Jerusalem, Palm, Palmer u. s. w.(Pott, Personennamen 273—274).
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