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Kosen von Jericho [284], dann aber auch Juwelierarbeiten,baumwollene und seidene Zeuge, Hemden, Schuhe [285].Zuhause ätzte man sich zum Andenken an die frommeFahrt eine gewisse Form am Leibe ein, z. B. das heiligeGrab, den Namen Jesus Christus [286] und ahmte den Baudes heiligen Grabes sehr oft im kleinen oder in natürlicherGröfse nach [287], ja man nannte einzelne Ortschaften nachpalästinensischen Namen [288].
Wollten die Pilger dagegen noch den Sinai und Ägyp-ten besuchen, um die Erinnerungen aus der heiligen Ge-schichte an den Stätten selbst in sich zu befestigen, somachten sie mit dem offiziellen Dolmetscher von Jerusalemeinen Kontrakt folgenden Inhalts [289]:
l) Der Dolmetscher verspricht den Pilgern freies Geleit,2) bezahlt alle Tribute und Zölle bis Gaza, 3) stelltferner für jeden Pilger einen Esel mit einem christlichenTreiber, 4) besorgt, den Wein ausgenommen, alle Lebens-mittel bis Gaza, 5) in Gaza für den weiteren Transport dieKamele 6) und einen Stellvertreter für die Reise von danach Cairo. 7) Jeder Pilger darf sich einen Wasserschlauchkaufen 8) und Wein; alle zusammen 9) haben Anspruch aufdrei Zelte. 10) Dafür zahlen die Pilger, jeder einzeln,23 Dukaten, und zwar die Hälfte in Jerusalem, die anderein Gaza, ll) Dieser Kontrakt wird durch den Gouverneurund den Ober - Dragoman bestätigt, 12) bis zur definitivenAbreise ist aber jedem einzelnen noch gestattet, in Jeru-salem frei umherzugehen.
Nach diesen Vorbereitungen und Zurüstungen setzte sichder Zug in Bewegung, überall vom Gesindel belästigt, oftauch unterwegs geschätzt [290]; über Bethlehem, Ramleh undHebron kam man endlich nach Gaza, dessen Badestubenvon den Pilgern mit Vergnügen besucht wurden [291], vonda in langsamem, beschwerlichen Marsche [292] nach demSinai [293], wo sie freundlich aufgenommen wurden. Siesuchten und fanden auch hier Namen von deutschen Pil-gern [294] und zogen gewöhnlich nach einem fünf- bis sechs-tägigen Aufenthalt, nachdem sie alle Stätten treulich besucht