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und darüber eine Bescheinigung erhalten [295], über Ma-tharia [296], wo der ägyptische Dragoman sie erwartete undempfing, nach Cairo [297].
Die Pilger gewannen hier eine Fülle von neuen Ein-drücken, und ihre Beschreibungen Ägyptens [298] sinddaher äufserst breit und ausführlich. Sie erstaunten überdie wunderbaren Tiergestalten wie Elefanten, Giraffen, Affen,Leoparden, Papageien, Straufse, Löwen |299], über dieBrutöfen [300], den Pomp des Sultans und seines Hofes [301],das Treiben der muslimischen Mönche und Heiligen [302].Der Dragoman [303], bei dem die Pilger in der Pegel ihreWohnung fanden, führte sie sogar in sein Harem, liefs siemit einem Janitschar in und aufserhalb der Stadt nach Be-lieben herumführen [304], z. B. nach den Pyramiden [305].Einige Pilger wurden sogar vom Sultan selbst empfangenund mit Besorgnis über die Politik der abendländischenMächte ausgefragt [306]. Nicht selten trafen die Pilger auchdeutsche Renegaten, z. B. begegnete Harff einem gewissenConrad aus Basel und einem Danziger, die ihm Pässe ver-schafften und mit ihm heimlich Wein tranken [307], GrafAlbrecht einen Mamluken Paul Eeuter aus Feldkirch [308],Felix Fabri einen Seevogel aus Basel, dessen Eltern er ge-nau kannte [309], und einen Goldschmied aus Mecheln [310],Kiechel den Renegaten Michael Müller aus Strafsburg [31l],Heberer einen schwäbischen Juden als Zolleinnehmer, undeinen Büchsenmeister aus Bremen [312], Renegaten ausFrankfurt und Augsburg [313]. Sie bewiesen sich meistfreundlich gegen ihre Landsleute und früheren Glaubens-genossen, doch fehlte es auch nicht an Versuchen, sie zuverraten und um ihre Freiheit zu bringen [314]. Ebensowaren die Pilger nicht wenig erfreut, hier Nürnberger Geldund Nürnberger Tand zu finden [315].
Vom Dolmetscher und durch die Freundlichkeit derKonsuln mit Geleitsbriefen und Pässen versehen, aber vonersterem meist gründlich betrogen [316], segelten die Pilgerden Nil abwärts über Rosette [3.17] nach Alexan-dria [318], dessen Reliquien [319] ja eigentlich die Haupt-