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in der Kirche feilhaltenden Kaufleuten Zeit verlieren,5) ebenso sollten sich die Priester um das Messenlesen nichtzanken, für die 6) im ganzen vier Altäre bestimmt seien.
7) Jeder Pilger müfste Beichte und Abendmahl feiern,
8) jeder Priester habe Erlaubnis, Beichte zu hören und zuabsolvieren, 9) aber keiner dürfe allein das Abendmahlausteilen. 10) Endlich sollten die Pilger nicht ihre Sachenin der Kirche herumliegen lassen, 11) keine Almosen er-betteln, 12) die heiligen Stätten nicht durch Abschlagen undBemalen verunglimpfen, sondern 13) mit Ehrfurcht und An-dacht betrachten. Alle diese Anweisungen waren notwendig,da der Aufenthalt im heiligen Grabe, wie die Pilgerschriftenausdrücklich erwähnen, allmählich eine Reihe von Unsittenund Ungebührlichkeiten im Gefolge hatte, und zwar be-sonders in der Karwoche, und wenn die Pilger sich instarken Scharen darin eingefunden hatten. An die Schritteder prozessionierenden Pilger hefteten sich Krämer undKauf'leute, drangen mit ihnen, freilich gegen einen höherenEintrittspreis, hinein und stellten kostbare Stoffe und Ge-webe, Ketten, Ringe, Rosenkränze, Kreuze mit Reliquienvon heiligen Stätten, Bänder und Zeugstreifen von der Längedes heiligen Grabes, später sogar Grünzeug, Getreide undEfs waren zum Verkauf. So füllte sich der Tempel desHerrn, der einst die Tische der Wechsler und Krämer um-gestürzt und sie in heiligem Zorn hinausgepeitscht hatte,mit dem Tumult eines geschäftigen Jahrmarktes; währenddie einen feilschten und handelten, schliefen oder hocktendie andern zusammen, indem sie aus ihrem Ranzen kräftigafsen und tranken [244], über Politik und Prozesse sich er-zählten, oder prahlten und zankten. Das Gotteshaus wardeine Stätte des Unflats und des Gestankes [245], zuweilensogar zu einem Bordell herabgewürdigt, da nach einemalten Aberglauben in der Kirche erzeugte Kinder Glücks-kinder seien [246]. Nicht minder tadelnswert war die Un-sitte, von den heiligen Stätten in der Kirche Stücke abzu-schlagen [247]; die Edelleute beschrieben die Wände, schlu-gen Nägel ein und hängten ihre Wappen daran, um ihrem