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weit zu eigen gegeben, da liegt einer am andern, da mufsman im Sommer gar grofse Hitze leiden, so thut einem dasUngeziefer grofsen Überlast; auch sein aus der Maafsenviel grofse Ratzen darinnen, die einem des Nachts über dieMäuler laufen, grofse Sorge der Lichter halben, damit manungewärlich [162] umgehet und doch nicht zu löschen wäre,wenn Feuer aufskäme; denn es ist eitel Pech. So dennZeit Schlafens ist, und einer gerne schliefe, so reden dieandern neben ihm, oder singen und schreien, oder machensnach ihrem Gefallen, damit uns der Schlaf gebrochen wird.Diejenigen, so bei uns sich krank geworden, sind des mei-sten Theils gestorben. Gott sei ihnen gnädig! — So wirdes Tages oben in der Galeen waren, ein jeglicher an seineressenden Stadt, so hinge denn die Galeen auf die Seiten,da der Segel hing, so schrieen sie (die Matrosen) alle: pando,das ist, auf die andere Seiten, da mufsten wir denn aberauf, wenn dann das Meer begünte zu wüten und die Galeepumpete (sprang), kam uns der Schwindel in die Köpfe;eins Theils warfs gar darnieder, dafs wir gingen und tau-melten wie die vollen Bauern. Das Essen, so uns derPatron gab, war ein Salat, ein Fleisch oder ein Kraut oderGrinsen (Grünes) und allewege eine Suppe. Das Essenwar unlustig, das Fleisch hing an der Sonne, das Brotsteinhart, darin waren viel Würmer, das Wasser war zuZeiten stinkend, der Wein warm, dafs er vor Wärmerauchte, und war unschmackhaft; mufsten auch zu Zeitenin der Sonne in grofser Hitze sitzen und essen. Die Ge-boten sind eines Theils untreu und diebisch. So mufstenwir Wassers halben grofse Gefahr ausstehen, wurden auchzu Zeiten von den Türken und Raubschiffen gejaget, dochthaten sie uns nie nichts. Da es zum Herbste kam, be-gaben sich grofse Winde, Wetter, Donner, Blitzen undRegen, davor wir uns nicht konnten erhalten. — Es sindauch auf dem Schiffe viel Wanzen, anderes Ungeziefer undLuftraupen, die bekriechen einen überall. In Summa wirhatten wenig Ruhe, und weifs ich nichts Besseres auf demSchiffe denn die hebe Patientia."
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