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Eicheln und gekreuzten Schlüsseln auf himmelblauem Grunde,und sein eigenes aufziehen [140]. Die Pilger tranken Jo-hannisminne und begannen fromme Weisen zu singen [141];eine feierliche Messe ward gelesen, und der Steuermann sankmit der ganzen Bemannung aufs Knie, um Gottes Beistandfür die Reise im Gebet zu erflehn, das jeder mit einemAmen schlofs [142].
Eine Seefahrt von sechs bis acht Wochen gab dem Pilgerreichlich Gelegenheit, über die Einrichtung des Schiffes [143],über die Mannschaft [144], wie Polizei geübt [145], wie ge-speist und Gottesdienst gehalten wurde [146], Beobachtungenanzustellen; viele verkürzten sich die Zeit mit Karten-spiel [147], mit der Jagd auf Delphine, und die Matrosen,ein rohes und diebisches Volk [148], wufsten sie mit derErzählung von allerlei fabelhaften Geschichten, von meilen-langen Fischen [149], wohl auch von der „Seeschlange" zuunterhalten. Im allgemeinen wurde die Ordnung wenig ge-stört, doch kam es unter den Pilgern manchmal auch zu Rei-bereien, besonders wenn unflätige Burschen (als solche wer-den meist die Niederländer geschildert) an Bord waren [150],vielleicht solche, die für andere auf die Wallfahrt gingen,oder beim Spiel. So vergingen oft Tage ohne nennenswerteEreignisse, bis entweder die Feier des Johannisfestes [l51],die Landung in irgendeinem Hafen, die Begegnung mit Be-kannten oder Landsleuten, die Beobachtung des Elms-feuers [152], unterwegs empfangene Nachrichten oder auchein aufziehendes Unwetter die Eintönigkeit des Schiffslebensunterbrachen. Im letzteren Falle überfiel ein abergläubischesEntsetzen alle, die auf dem Schiff waren. Erst versuchteman durch Schüsse das Wetter zu verstreuen und, wenndies nichts fruchtete, hiefs es, ein Gebannter müsse unterden Mitfahrenden sein [l53], oder eine Reliquie, ein agnusDei, oder Jordanwasser, und traf der Sturm die Pilgergerade während der Heimfahrt aus dem heiligen Lande, somufsten sie jene teuren Reminiscenzen, wenn sie nicht gutund sicher verborgen waren, geraubt und ins Meer geworfensehen. Derselbe Fall trat trotz des Kontraktes regelmäfsig
Röhricht, Pilgerreisen. 2