S198daß er zu viel Bluten würde, wenn er sichum einen Finger zu retten das Herz abstechenließe Von nun an erwachte er gleichfals ausseiner Halsstärrigkeit, und spannte gelindereSayten auf. Also fort schickte er seine Ge-sandten den Bischofen von Uetrecht, denMarckgrafen von Rötelen und den Herrn vonHynobolt in das kaiserliche Lager, die derpäbstliche Legat aus freyen Stücken begleitete.Dieser Legat, der ein unternehmender undberedter Herr war, und der durch seine Un-terhandlungen vieles zur Ausgleichung Karlsmit Fridrichen beygetragen hat, ritte amandern Tage zwischen beede Heere; die wirk-lich wieder in Begrif stunden, einander einneues Trefen zu liefern, und verkündigte ei-nen ztägigen Waffenstillstand. Auch derKurfürst Albert von Brandenburg, der umalle heimliche Absichten des Kaysers wußte,hatte das seinige zur Aussöhnung dieser ho-hen Personen gethan; dieser negotiirte immerunter der Hand mit dem Herzogen, undmachte, wie Gundling sagt, daß aus derTragoedie zulezt eine Komoedie ward.Friedrich und Karl kamen auf zuredenbeeder belobten Herren, und auf das zudrin-gen anderer vermittelender Personen am leztenMay aus ihren Lagern hervor, und ließensich in eine geheime Unterredung ein.Nichts
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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198
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