197#men, als bis Karl entweder die Stadt Neußerobert, oder sein ganzes Heer und wohlgar, was einige Zeit nachher bey Nanziggeschehen ist, sein Leben verloren hätte, wennIhn nicht ausser den wiederhohlten Nach-richten, die den Einfall so vieler Feinde inseine Staaten bestätigten, vorzüglich die un-unterbrochene gütliche Errinnerungen so vie-ler und so mächtiger Freunde auf andereGesinnungen gebracht hätten. Er gab endlichder Stimme seiner Freunde um desto eherGehoͤr, weil er wohl wußte, daß eben diewider ihn verbundene seine Nachbaren wa-ren, die den Anwachs seines Hauses äuserstbeneideten, an deren Spize der verschlageneLudwig, sein erklärtester Feind ware. Erwar eben im Begrif, die Stadt Neuß durcheinen Hauptsturm zur Uebergabe zu nöthigenals die gewisse Nachricht eintrafe, daß eineschweitzerische Stadt um die andere einenAufstand erregte, und daß Ludwig bereitsvon einer Seite in die Picardie und von derandern Seite der Herzog Renatus in dasLuxemburgische mit bewehrter Hand einge-drungen wären. Um eben diese Zeit traf auchein Bote aus Engelland ein, der Karln dieunangenehmste Nachrichten und den Unwil-len des Königs Eduarts überbrachte, kurz:alle vereinigten sich, Karln auf andere Wee-ge zu bringen; er selbst merkte endlich zu wohl,daß
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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197
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