193einer Seite bekannt ware, merkte bald des-sen Absichten, und war um desto mehr draufbedacht mit den Reichsständen die Sachein Erwegung zu ziehen. Den 25ten Merzward hierauf abermal zu Kölln der Zug wi-der Karln bestätiget Gegen Anfang des Mo-nats May brach Fridrich mit dem vereinig-ten Heere, das bis auf 80000 Mann an-gewachsen ware, von Kölln auf. Noch niewar im Reich so eine grosse Armee aufge-richtet worden. mit einem so mächtigen Hee-re ausgerüstet und mit Männern umge-ben, denen jeder Augenblick der angenehmsteware, mit einem offenbaren Feinde des Reichsanzubinden, wär es Fridrichen ein leichtesgewesen, den stolzen Herzog von Burgundzu einem schlechten Schattenbild herabzuwür-digen, zumal, da derselbe auch von der an-derer Seite Feinde zu fürchten hatte, dieseinen Absichten aus weit anderen Gründenentgegen arbeiteten. Allein man merkte balddes Kaysers Gesinnungen und bey öfentli-chen Zusammenkünften machte man kein Ge-heimniß mehr daraus, zu sagen, daß Frie-derichs Zauderen blos Politick wäre. DerErfolg dieses Feldzuges hat es auch zur ge-nüge gelehret, daß es Fridrichen nichts we-niger als Ernst gewesen ist, Karln ganzübern haufen zu werfen; er hatte auch guteGründe dazu, wir haben von der VerlobungdesN
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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