194des einzigen Prinzen Fridrichs, des Maxi-milians mit Maria, der einzigen PrincessinnKarls, die Fridrich zu Trier in Vorschlaggebracht hat, gehört; diese Princessinn solltewahrscheinlicherweiße dereinsten in alle dieRechte des burgundischen Hauses und in alledie weitschichtigen Besizungen ihres HerrnVaters eintreten. Dies war dem haushäl-terischen und für das Interesse seines Hau-ses äusserst besorgten Fridrich schon lange amHerzen gelegen. Schon im Jahr 1463 hatteer sich im Vertrauen gegen den Pabst Piusherausgelassen, er wolle den Herzog PhilippKarls Vater zum König machen und nichtallein dieses, sondern auch eine Verwandschaftmit Ihm durch ihre beyderseitige Kinder er-richten; auch das Reichs Vicariat in denDeutschen Provinzen ihm übertragen; ohneGrund ist also der so nachdenkende Fridrichnicht besorgt gewesen. Der Anwachs, densein Haus in der Folge durch eben diese Hey-rath erhielte, ist ihm noch bis auf den heu-tigen Tag eine Rechtfertigung. Er mag esfreylich schon lange eingesehen haben, daßKarl zu weit gegangen war, weil er durchseinen Einmarsch in eine Provinz des deut-schen Reiches einen offenbaren Einbruch indie kayserliche Rechte gethan hatte. Aberso wird es auch alle Welt einsehen, daßer aus Ueberzeugung gehandelt, und aus derberühr-
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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