S192Sder Kayser wohl, daß der Weeg der gütebey Karln nicht einzuschlagen ware. Ersann daher auf alle nur mögliche Mittel,dessen Plane rückgängig zu machen.Schon ehe er mit der Reichsarmee auf-gebrochen ware, hatte er dafür gesorgt Karlnanderwerts zu schaffen zu machen. DieSchweitzer hatten auf sein Ansuchen Karinden Krieg angekündigt, und standen in Be-grif mit bewehrter Hand in Burgundieneinzurücken; die Schweitzer hatten diesenSchritt nicht so sehr zum Vortheil des Reichsgethan, als weil sie einsahen, daß doch derKrieg, dazu der Saame bereits ausgestreutworden wäre, über früh, oder spät wider sieausbrechen würde.Indeß hatte dieses doch die Wirkung,daß es Karln der bis hiehin fast fühlloßware, in etwa aufmerksamer machte. AuchLudwig machte Anstalt mit der Tracktatenmäßigen Hülfe aufzubrechen, zumalen da derKayser, und die Reichsfürsten ihn abermaldurch eine feyerliche Gesandschaft darum be-langt hatten. Ludwig der immer den Mei-ster in der Verstellungs Kunst spielte, sagtezwar augenblicklich diese festgesetzte Hülfe zu,allein er hielt schlecht sein Wort. Fride-rich dem Ludwigens Politick von mehr alseiner
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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