174⛪5nach dem einmal bestimmten Maaße bis umdie Ostern fort. Auch nirgend hatte manmehr sowohl zum Brennen, als auch zurUnterhaltung der Vestungswerker Holz vor-räthig. Man ward also genöthiget, bey300. abständigen Scheunen und Ställe, so-gar einige noch brauchbare Gebäude abzu-tragen. Selbst die noch gesunden Obstbau-me wurden in den Gärten zumal der Kla-rissen und Minoritten umgehauen. Trotzallem diesem Ungemach und Kummer wichendie Neußer gleichwol nicht das mindeste vondem Plane ab, den sie sich zur Vertheidi-gung ihrer Vaterstadt entworfen hatten.Elend und Gefahren, selbst das schrecklicheBild des Todes, der bey jedem Tag so vieleihrer Freunde und Kameraden vor ihren Au-gen dahin riß, konnte nichts verfangen, sowenig die gütigen Anträge; die verfänglichenVersprechungen und endlich die ungestümmenFoderungen des donnernden Burgundiersauszurichten im Stande waren. Das, wasihnen in ihrer so mißlichen Lage vorzüglichBesorgniß erregte, war die Entwischung ei-niger 40. Gefangenen. Man glaubte, daßsie Wisienschaft von einem Quell, der dichtan den Wall anslies, gehabt hätten, wo-raus die Neußer ihr Wasser hohlten. Al-lein diese Besorgniß verschwand durch dieWiedereinbringung gedachter Gefangenen.Von
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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174
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