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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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S173#reits 25. Wochen, daß man der guten Stadtvon allen Seiten auf das gewaltsamste zu-gesetzt hatte. Der Mangel an Mundvorrathwar erstaunlich eingerißen. Die armen Kran-ken waren bey diesen so betrübten Umstän-den am meisten zu beklagen. Da auch dieGefunden, die Tag und Nacht unter denWaffen seyn mußten, ebenfalls einer natür-lichen Nahrung bedurften, so mußte derKommendant eine Ordnung treffen, kraftwelcher jedem Bürger und jedem Soldateneine gewiße Portion gereicht wurde. Umdieser Ordnung näher zu kommen, so wur-den aus allen Häusern die noch vorfindlichenNahrungsmitteln gehohlt und in einem or-dentlichen Vorrathshause aufgehoben. Die-se Eintheilung ward so lange beybehalten,bis zuletzt nur noch 3. Küh für die Kran-ken und guten Kleinen übrig blieben. Ho-nig, Erbsen, Bohnen und andere HülsenFrüchte waren die gewöhnlichste Kost. Indieser Lage war der Christtag für alle einFreudentag. Denn an diesem Tage bekamein jeder eine Portion von ordentlichem Flei-sche. Allerhand Oele waren ihr Fett. Das,woran sie noch den wenigsten Mangel hatten,waren Wein und Gewurz und der Roggen,woraus sie ein Bier brauten, ersetzte denAbgang der Gersten. Bey so gestalten Sa-chen ſgieng die Ausreichung der Portionennach