152SSwas es wolle, auf seine Seite zu ziehen.Den ersten blendenden Vorschlägen, die derGesandte Karls that, war dieses ausseror-dentliche Versprechen vergesellschaftet, daßdie Stadt Neuß, wenn sie sich in den Schutzdes Herzogen begeben, und einstweilen vondessen Völkern einnehmen wollte, sich nichtgeringer Vortheile zur Zeit zu erfreuen ha-ben würde. Sie sollte nicht nur ihre altenRechte und Freyheiten beybehalten, sondernauch erweitert und vermehret und hinfortunabhängig und durchaus von der Ober-herrschaft des Erzbischofes auf immerdar aus-geschloßen seyn. Die Rathsglieder, die die-sem Herrn bis an die Stadthoren entgegengegangen waren, antworteten aber, daß siesich ganz gerne zu diesem Antrag anschickenwürden, so fern es noch in ihrer Machtstünde. Sie hätten aber bereits die ganzeSache dem Pabste und dem Kayser zurEntscheidung eingeschickt; folglich wär es anihnen, deren Urtheil über einen so wesentli-chen Vorfall abzuwarten. Mit dieser Ant-wort entliessen sie den Herrn von Arburethaten ohne Verzug dem köllnischen Dom-kapitel und den Landständen Karls Absich-ten durch und baten sich fernere Verhaltungs-befehle aus. Alsofort ward Herman vonHessen nach Neuß befehligt, die werkthä-tigsten Gegenwehr zu machen, zumal da manfür
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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152
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