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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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151worden. Um auch diesem kühnen Unterneh-men einen gewissen Anstrich zu geben, soschützte er vor, daß ihm die köllnische Kirchvom Pabste anvertrauet worden wäre,ob er gleich im Grunde seine Absichten aufdie einträglichen Zölle des Erzstiftes habenmochte. Und eben daher, weil er sich aufdie vergebliche Unterstützung des RömischenHofes oder vielmehr auf dessen Antrag zurHandhabung der köllnischen Kirche gründete,so stimmte er in seinen Foderungen, die erdem Domkapitel und den Landständen that,aus einem ungemein hohen Tone. Alleindie Köllner kehrten sich nicht nur keineswe-ges an seine Befehle, sondern sie hatten nochdazu Herz genug, dieselben herunter zu reissenund des Herzogen Wapen in den Koth zuwerfen. Ohne Zweifel mußte dies Betragender Köllner dem Herzogen, der hitzig, mäch-tig und dabey ungemein ehrsüchtig ware, dieempfindlichste Wunde schlagen. So sehr eraber in Bewegung kam, so that er sich dochfür diesmal einigen Zwang an und nahmseine Zuflucht zu den gelindesten Mitteln, dasist: er that, wie vorhin Ruprecht that, nem-lich er bediente sich der List. Er schickte ei-nen seiner Hofkavalier, den Herrn von Ar-burg mit einem ansehnlichen Gefolge nachNruß, dieser Herr hatte den Auftrag, dieBürgermeister und den Stadtrath, es kostewas