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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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GtheWürde einzusetzen. Dagegen machte er sichHofnung, Neuß würde ihm mit einigenandern Städten für die aufgewandtenKosten zu Theil werden. Neuß wollteer sodann mit einigen andern Städtenoberhalb Kölln von neuem bevestigen undzweifelte nicht, daß sich auch Kölln selbstihm einst ergeben müßte. Da er nun be-reits Herr von der Grafschaft Pfrch war, so wär es ihm ein leichtes gewesen, seinen// Plan durchzusetzen, wenn er nur mit Neußfertig gewesen wäre. Kein Wunder wares also, daß er den Antrag von Ruprech-ten so begierig annahm und solche Anstaltenzu diesem Zug machte, daß man hätte glau-ben sollen, er hätte das ganze Erzstift miteinem male verschlungen. Noch eh er sichmit seinem Heere recht in Bewegung gesetzthatte, ließ er sich schon zu Kölin durch ei-nen Herolden als einen Vogten des Erzstif-tes ausrufen und an den vornehmsten Oec-tern der Stadt die schärfsten Befehle unterseiner eigenen Unterschrift und Insiegel an-schlagen, worin er dem köllnischen Domka-pitel sowohl als auch den sämmtlichen köll-nischen Landständen auf das nachdrücklichsteandeutete, sich dem Kurfürsten Ruprechtohne Verzug zu unterwerfen und demselbenalle dasjenige wieder zuzuwenden, was ihmauf eine so unbillige Art ware vorenthaltenwor-