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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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147dem Kayser, der ihm kurz vorher zu Triereinen besondern Streich gespielet hatte, (c)zu verzeihen; vermög des andern schien esK 2ihm(c) Karl besaß damals viele, und durchaus schö-ne Länder, und war unstreitig zu der damali-gen Zeit einer der mächtigsten Fürsten Euro-pens. In dem Besitze so beträchtlicher Länderglaubte er auch ohne Anstand auf einen andernRang Anspruch machen zu dörfen. Nichts lagihm so sehr am Herzen, als der Titel einesKönigs, er gieng daher den Kayſer Fridrichauf das angelegentlichſte an, daß derſelbe ihnzum König von Burgund und den franzöſi-ſchen Niederlanden erklären moͤchte. In dieſerEigenschaft wollte er die Rebellen des Reichs,die sich demselben entzogen hätten, demütigen,und ſie dem Reiche wieder unterwerfen. Manweis es nicht zuverläßig, ob Fridrich gleichin Karls Gesinnungen eingewilligt habe; nurdas ist sicher, daß beyde 1473. zu Trier zu-sammen gekommen sind. Beyde hatten auch ih-re gute Gründe dazu Karl hatte vorzüglich dieEhre, und Fridrich das Intereße zur Absicht.Die Prinzeßinn Maria, die einzige ErbinnKarls war eine zu angenehme Lockspeise, fürFridrichen, als daß er Karls Ansuchen sogerade zu hätte abschlagen sollen; Fridrich,der überhaupt nicht für das Glänzende war,langte mit einem mittelmäßigen Gefolge zuTrier an. Dagegen erschien Karl mit drey-zehn tausend zu Fuß, und zu Pferde in dempräch-