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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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S148ihm unmöglich, eine Gelegenheit auszuschla-gen, die seinem Vergrösserungs Plane soSchon längstens sagtvortheilhaft war.Chri-prächtigsten Aufzuge; so sehr auch dieser auf-fallende Anzug Karls den Kayser befremdete,so ritte er doch demselben beynahe eine MeileWeges in Begleitung vieler Fürsten und Gra-fen mit Fleiß entgegen, und führete ihn unterden grösten Ehrenbezeugungen in die Stadt.Allein hier ward die Scene erst aufgedeckt.Karl wünschte ohne Verzug gekrönt zu wer-den, und Fridrich drang auf die vorherigeVerlobung seines einzigen Prinzen Maximi-lians, der damals just 14 Jahr alt war, mitder Prinzeßin, Maria von Burgund. Derlangsame aber schlauere Fridrich als man da-mals glaubte, kannte die hastige, und wan-delbare Gemütsart Karls sehr wohl, und Karlverstand sich hingegen auf das Gewicht, dasihm seine Tochter bey den meisten PrinzenEuropens verschafte, eben so gut. Keiner trauetedaher dem andern vollkommen. Das Miß-trauen Fridrichs ward dadurch, daß Karlsausserordentlicher Aufzug das kayserliche An-sehen so sehr herabwürdigte, immer größer.Dazu kam noch, daß der verschlagene Ludwigder IIte König in Frankreich, der Karls Er-hebung, und den Anwachs des BurgundischenHauses äusserst beneidete, den ohnehin miß-tranischen Kayser auf die Gedanken brachte,als suchte Karl nur die Kayser Krone an sichzu