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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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146SSdoch nach vorheriger Zusage eines baldigenund kräftigen Beystandes die Rückreise nachseinen Staaten an, da indeß Ruprecht beyseinem Vorhaben beharrete und seinen ein-mal gemachten Plan vor wie nach durchzu-setzen suchte. Vorzüglich nahm sich von nunan der mehrbelobte Herzog Karl von Bur-gund der Sache an. Die Uneinigkeit, diesich zwischen seinem Herrn Vettern demErzbischofen Ruprecht und dem Erzstifte ent-sponnen hatte, war ihm eine um desto un-widerstehlichere Versuchung, je mehr seineVergrösserungssucht ihn über alle Grenzenwegsetzte und je weniger er anderer Seitsnach Grundsätzen handelte, sondern bloß sei-nem natürlichen Hang zum Krieg folgte.Indeß mangelte es abermals an freundschaft-lichen Erinnerungen nicht. Der PäbstlicheLegat und andere vornehme Personen gabensich alle Müh, die Sache zu vermittelen.Allein alles war vergebens. Dadurch wur-den die Sachen aber verwickelter als zuvorund die Feindseligkeiten brachen heftiger aus,als jemals. Ruprecht fand sich ungemeinbeleidigt und so wie sich Karls Besitzungenungemein vergrössert hatten, so waren auchmit eben diesen Vergrösserungen der Stolzund die Begierde zu mehreren Eroberungenbey ihm sichtbarlich angewachsen. Vermögdes Ersten konnt er sich nicht überwinden,dem