145den. Er ward von dem Herman von Hessenmit 600. auserlesener Reuter begleitet undden 30ten November von der sämmtlichenGeistlichkeit sowohl als auch den vornehm-sten Landständen und dem köllnischen Ratheunter dem Zurufen des sich häusenden Vol-kes empfangen. Während seinem Aufent-halte daselbst suchte er alles in das alte Gleiszu bringen. Allein so viel Müh er sich auchgab, die Gemüter der aufgebrachten Par-theyen zu besänftigen und die Irrungen zumbeyderseitigen Besten auseinander zu setzen,so wenig entsprachen seine freundschaftlichenVorträge und vernunftige Vorstellungen sei-nen Wünschen. Ruprecht, der schon dasherannahende Heer von 80000. wehrhafterBurgundier in seinem Geiste überwog, span-nete nun die Sayten um desto höher, jemehr ihn der friedliebende Kayser angienge,sich zu geben. Er gab vielmehr dem Bi-schofen von Eichstätt, den der Kayser zuihm nach Brühl schickte, in einer ziemlichlakonischen Antwort zu verstehen, daß er sichlediglich auf den einmal gegebenen Bescheidbezoge und bereits seinem Vettern dem Her-zogen von Burgund, Karl dem Kühnendie Vogtey des ganzen Erzstiftes übertragenhätte. Dem Kayser befremdete die Unbieg-samkeit dieses Prinzen ungemein und tratvoller Unwillen den 13ten Jenner 1474. je-doch
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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145
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