or139deden. Seine nie zu ermüdende Thätigkeit er-setzte insonderheit in der so harten Belage-rung der Stadt Neuß, was oft seinenProjeckten an den Mitteln abgieng, die zuderselben Ausführung erfoderlich waren. Nichtsobald waren ihm die Verhaltungsbefehlevom Domkapitel zugegangen, als er auchschon darauf bedacht ware, sich auf dasschleunigste in wehrhaften Stand zu setzen.Er ließ neue Völker anwerben und giengzumal mit denjenigen Truppen, die ihm seinBruder Heinrich mit verschiedenem Geschützund vielem Gelde hatte zugehen lassen, aufRuprechten in allem Ernste los, verdrängtedenselben aus oben gemeldten Ortschaftengänzlich und eroberte in dem Dorfe Pop-pelsdorff ein beträchtliches Magazin, dasihm in der Folge wohl zu statten kam. Ru-precht machte zwar Miene, sich durch dieihm von seinem Bruder Fridrich unter An-führung des Eberharden von Arburg undJohannen von Reifferscheid von neuemzugeschickte Völker wieder davon Meister zumachen. Allein seine Vorkehrungen entspra-chen seinen Wünschen nicht. Besonders wa-ren ihm die Unternehmungen der Stadt Neuß,auf dessen Treue er vorhin so große Rech-nung gemacht hatte, äusserst unangenehm,um demehr, da sich dieselbe in den Schutzdes Herzogen von Cleve begeben hatte undsich
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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139
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