74ganz vernünftig. Sie waren eher im Stan-de, sich wider die zu ewigen Streifereyengeneigten Deutschen in Sicherheit zu setzenund ihre Grenzen zu decken, wenn dieselbigeüber merkliche Fluͤße setzen mußten, die alle-mal mit einem haltbaren Castelle, worinbewafnete Römer zur Besatzung lagen, ver-sehen waren, als wenn sie irgend auf demplatten Lande so ein Castell oder anders soeine Verschanzung gehabt hätten. Denn imersten Falle war der Rückzug der Deutschen,wenn sie etwa von den Römern geschlagenwerden sollten so gefährlich, so beschwerlichder Übergang über einen so beträchtlichenFluß schon damals an sich selber war. Imandern Falle wären auch die Römer vonSeiten der Deutschen mehreren Ueberfällen,die ohnehin häufiger vorfielen, als denselbeneigentlich lieb ware, ausgesetzt gewesen, beydenen die gallischen Besitzungen der Römer,die zunechst an dem diesseitigen Gestade desRheins lagen, allemal ein merkliches gelit-ten haben würden. Auch noch aus einemandern Grunde, der allein die Römer be-trafe, hatte so ein Castell, das dicht an demGestade irgend eines nahmhaften Flußes la-ge, seine gute Seite. Diese machten sicheben so wenig, als die Deutschen ein Gewißendraus, aus diesen ihren Raubnestern einenplötzlichen Besuch in irgend eine anschießen-de
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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