∆75de deutsche Niederlassung zu machen, woraussie, ohne Weitläuftigkeiten, alles das, wassie auftreiben konnten, und sonderlich dieFeldfrüchten mit sich wegschleppten. Siedurften nur die andere Seite erreicht haben,so waren sie freye oder doch wenigstens sol-che Leute, denen in ihren so wohl versehenenVerschanzungen nicht leicht anders, als oh-ne große Gefahr beyzukommen ware. Durchdiese Maxime, sagt M. Ignatz Schmidt:den anschießenden Völkern alles, zumaldasjenige, wovon sie ihr Leben unterhaltenmußten, mit Gewalt wegzunehmen, brach-ten sie es endlich so weit, daß diese sichgutwillig ergaben. Der andere Satz, daßauch der ganze Strom, von den ersten Zei-ten an zu rechnen, die Stadt Neuß be-wässert habe, oder ihr doch nicht weit vor-bey gefloßen sey, ist eben so erweißlich. Nichtnur unsere einländischen Scribenten, als Ge-lenius, Crombach und Strevensdorff be-weisen dieses zur Genüge; sondern wir ha-ben auch noch das Zeugniß vieler ausländi-scher Schriftsteller vor uns. Sie reden,wenn sie auf die Stadt Neuß kommen, le-diglich vom Rheinstrome, ohne dabey dieBemerkung zu machen, daß je bey Neußzween Arme des Stromes gewesen wären,davon sich einer auf die Stadt ausgedehnetund nachher mit dem andern Arme wiederver⸗
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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75
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