67#Sprache so wie im ganzen deutschen Reichealso auch in unserm itzigen Erzstifte allge-mein eingeführt wurde. Es muß aber gleichanfangs sehr elend um die deutsche Spracheausgesehen haben, weil man sie nicht einmalschreiben konnte. — Und eben daher, weil siezu arm an Worten war, um die Geheim-nisse der Religion und die Kirchengebräuchedamit zu bezeichnen, ward auch die lateini-sche Sprache beybehalten und stillschweigenddurch die Geseze bestätigt, weil man den al-ten Einwohnern ihre Religion mit der Li-turgie gelassen hatte. Was von den Fran-ken überhaupt in betracht der deutschen Spra-che gesagt worden ist, das gilt auch von denEinwohnern des itzigen Erzstiftes, den Ubisch-Römern und im engern Verstande von un-sern Neußern, die ebenfalls von den Franckenunterjocht, zu Austrasien und dem nachhe-rigen Lothringen und endlich zu dem Köll-nischen Erzstifte geschlagen und Köllner ge-nennet wurden. Die Köllner sowohl als dieübrigen Deutschen redeten und schrieben seitdem allemal die deutsche Sprache, nur daßein Volk von dem andern in der Mundartunterschieden war.Man bilde sich aber ja nicht ein, daßwir noch die Aussprache haben, die unsereVoreltern gehabt haben. Fast die HälfteE 2davon
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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