66auch, so wie in ganz Gallien, also auch indiesem Ubisch-Römischen Staate ihre so ge-fuͤrchtete Legionen. So wie mit der Herrschaftder Deutschen die Deutschen rohen Sittenwieder empor kamen, so kam auch die deut-sche Sprache wieder in Gang.So lange Frankreich und Deutschlandunter einem Herrn stunden, war die deutscheSprache nicht allein die Mutter= sondern auchdie Hofsprache der Francken. Allein nach demVertrag von Verdün änderten sich allemä-lig die Sachen und die so genannte Römi-sche oder die Sprache der alten Untertha-nen bekam in Frankreich die Oberhand. Dienach und nach verdrehet und endlich auseinem verdorbenen Latein die jezige Franzö-sische Sprache wurde. In denen am Rheingelegenen Ländern ward, zumal nachdemDeutschland nach dem berühmten Vertragvon Verdün ein eigenes Reich für sich ward,die deutsche Sprache besonders eingeführet.Ob diese Ereigniß in einem heimlichen Haßeder West-Francken gegen die Ost-Francken,die von nun an ein eigenes Volk ausmach-ten das, weil es nach seinen eigenen Gesezenregieret wurde, auch seine eigene Sprachehaben wollte, oder sonst in einer andern po-litischen Ursache liegen möge, ist nicht aller-dings bekannt. Genug, daß die deutscheSprache
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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