652Francken damals aus Haß gegen die Rö-mer in dieser Gegend anrichteten, ward soarg, daß wir es bloß dem Bestreben eini-ger vernunftigen fränkischen Monarchen undbesonders den vortreflichen MaßnehmungenKarls des Großen Dank wissen mögen,daß dieses Land nicht wieder in die alteDeutsche Barbarey zurückgefallen ist, worindie oft bemeldten Condrusen, Segnier undUbier steckten, eh die so gesitteten und er-fahrenen Römer unter dem Cäsar, Agrip-pa und Drusus in diese Gegend kamen. DieVeränderung der Christlichen Religion, so dieFrancken annahmen und die so vielen Ein-fluß auf ihr Herz hatte, nahm auch einenBezug auf ihre Regierungsform. Die frän-kischen Könige liessen den alten Einwohnernihre Geseze; dagegen nahmen sie vieles vonder römischen Staatsverwaltung und Ver-waltung der Provinzen an. Als das Austra-sische Reich entstand, hatten dessen Könige,so wie in der Folge ihre Majorn Domus ih-ren Sitz zu Kölln, woraus die übrigenStädte durch Untergeordnete und durch ei-gents dazu von denselben angestellte Magi-sträte regieret wurden. Bis dahin haben sichbey uns davon spuren erhalten. Die Fran-ken wußten nichts von stehenden Heeren.Das ganze Volk war gleichsam Soldat.Mit der Römischen Herrschaft verschwandenauch,
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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