erwähnen. — Da ist gleich zu Anfang das, Schönheit und Lebensprudelnde „Kinderbacchanal“ (angekauft vom Kunstverein zu Köln),„das fruchtbare Jahr“, Kinder, welche von Zweig zu Zweig dieFrüchte eines Apfelbaums brechen, herniederlangen und forttragen(angekauft vom Kunstverein für Rheinland und Westfalen), dergroßartig gedachte und ausgeführte „Christbaum“, der, leider nichtgenug gewürdigt, eine Welt Raphaelischer Schönheit zeigt; die ge-waltigen „Passionsblätter“ in Aquarell; die „Bergpredigt“, einausgeführter Carton, eine der herrlichsten Blumen seiner Kunst,eine Versenkung in das schönste Kapitel der heiligen Schrift. Inder Stadt Köln befinden sich die reichsten Schätze seinerIdeen. So besitzt der Kaufmann Asser einen Kinderfries, die„Jahreszeiten“, in Farben, von vollendeter Meisterschaft; dasSchaaffhausen'sche Bankhaus einen Fries „Kunst und Industriund als Decke in vier Feldern die Elemente, gleichfalls in Farbe.Eine andere größere Arbeit ist in der Ausführung leider unvollendetgeblieben; es galt die Ausschmückung eines Musikzimmers bei Th.Deichmann jr. Das Vollendete, über alle Beschreibung schön,zeigt in der Decke den „Triumphzug Aurora's; in einem Längenfries die dramatische, Kirchen=, lyrische und Tanz=Musik, in Ge-stalten, wie sie denen von Michel Angelo an die Seite zu stellensind. Im Museum endlich die auf Goldgrund gemalte „Mai-bowle“ mit ihren lieblichen Kindergestalten. In Düsseldorf erobertesich, freilich ohne Ahnung des lauernden Schicksals, der KaufmannSchmitz das letzte Kunstwerk, ein viertheiliges Deckenbild „dieJahreszeiten“, in wahrhaft Raphaelischen Frauen= und Kinderge-stalten. — Zwischen den letztgenannten größern Werken liegen diedurch gute Photographien der Gebr. Overbeck nachgebildeten,theilweise durch die Buchhandlung von W. de Haen herausge-gebenen, bekannten Zeichnungen „die Muse der Malerei“; „dasfruchtbare Jahr“ (neue Composition); „die Apotheose, Einführungeiner Seele in den Himmel“; „Christus am Oelberge“; „die beth-lehemitischen Kinder“ und ein Cyclus von sechszig eigenthümlichen,einzig in ihrer Art von dem Künstler gedachten und ausgeführtenZeichnungen zu einem noch ungedruckten Märchen „König Heinzel-mann“, gegenwärtig im Besitze des Xylographen R. Brend'amour,ein Schatz, der hoffentlich bald dem deutschen Volke in seinerganzen Schönheit und Originalität zugeführt werden wird.Unerschöpflich war seine Phantasie, unergründlich sein Wesenim Guten und Erhabenen, im stillen Wohlthun und im stillen Freude-spenden; unerschöpflich schien auch seine physische Kraft.
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