Der nun glücklich beendigte Krieg gegen Frankreich hatte,wie er so vieles verschlang, uns auch die heilige Trauer um dengeliebten Todten geraubt, dessen Angedenken wir in der Ausstellungseiner herrlichen Werke in diesen Tagen erneuern und feiern.Manches schöne Auge hat sich gefeuchtet beim Anblick seinergeistvollen Blätter, seiner geschmückten Büste, die bestimmt ist, seineletzte Ruhestätte zu bezeichnen. Und er verdient diese Thränen zart-fühlender Frauen, denn mit seinem Scheiden erlosch eine Geistes-fackel, die sich nur in langen Jahrzehnten an der Sonne desEwigen entzündet. Ihn liebten Viele! Ihn mußte lieben, werihn sah, es brauchte nicht des Verkehrs mit ihm, denn aus seinenBlicken, seinen Mienen leuchtete das Wohlwollen, die Milde, dieganze Reinheit einer herrlichen Seele hervor. Beglückt aber die,welche ihn kannten, die in dem unversiegbaren Quell seiner Phan-tasie, seiner geistvollen Mittheilungen, seiner guten Handlungeneinen Spiegel fanden, der diese Größe und Menschenwürde inihrem echten Glanze zeigte. Und welch' ein hoher Priester derSchönheit in der Kunst war er? Zu ihm müssen emporblickenAlle, die mit ihm nach gleichen Zielen streben; ihm müssen sie denersten Preis zuerkennen in der Bewältigung des geistigen Ele-ments, wenn sie sonst frei von Neid und Eigenliebe sind! Es istschwer, es ist unmöglich, in ihm den Künstler und Menschen zutrennen und zu sagen: hier oder dort war er größer! In ihmhatte die allschaffende Gottheit ein Wesen gebildet zu einer Har-monie, die, wie sie zusammenklang, jedes ihm nahegebrachte Gemüthwohlthätig berührte. — Es ist schwer, es ist unmöglich, das großeBild dieses Mannes in den engen Kreis einer Darstellung zuzwingen und nichts von dem Lichte zu verlieren, das für alleZeiten um seine Erscheinung strahlt. Er wollte nicht glänzen, erwollte das Auge der Welt nicht auf sich gerichtet wissen, nur derunsichtbaren Gewalt, die ihn trieb, wollte er genügen in seinemSchaffen und ob er gleich wußte und es aussprach, daß er der
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