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Deutsch oder Wälsch?
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14Aller Länder Schätze gehnNach Rom; wie wollt es sonst bestehn?Doch wie die Fluth des Geldes schwillt,Schlinggruben werden nie gefüllt.So kommt auch alle Sünde dar,Die nimmt dem Volk man ganz und gar,Glück müßte waltenDem, der ſie behalten.Wer Römerſitte ſieht bei Licht,Der ſtärket ſeinen Glauben nicht.Rom's Sendgericht und sein GebotIſt aller Pfaffen und Laien Spott,Acht und Bann und solcherleiBricht man zu Rom ohn alle Scheu.Eh alles Krumme grade wird,Das Recht sich nicht nach Rom verirrt.Rom bietet Schirm und SchutzFür Lug und Trug und Trutz.Die Heiligen mag man finden dorten,Gut Vorbild aber an andern Orten.Der Papst soll erst das Recht erwägenUnd dann ertheilen Fluch und Segen;Sein Schwert schlägt scharf, wie sich gebührt,Wenn ohne Haß mit Recht er's führt.Zwei Schwerter in Einer ScheideVerderben alle beide:Seit Rom die Weltherrschaft begehrt,Verdirbt das eine das andre Schwert.Das Netz hat nie zu Rom gehangen,Womit Sankt Peter Fiſch gefangen,Sein Netz dort achtet man gering;Das Netz, das man zu Rom hat, fingStets Gold und Silber, Burgen und Land;Das war Sankt Petern unbekannt.Sankt Peters Werk mag ich wohl leiden,Gott hieß ihn ſeine Schafe weiden,Er hieß ihn nicht die Wolle ſcheeren;Rom will die aber nicht entbehren.Zu Rom wohnt alles Rechtes KraftUnd aller Fälschung Meisterschaft.Dem römischen Hofe gefällt,Daß ſich verwirrt alle Welt;Es achtet, wer die Schafe ſchiert,Nur drauf, daß ihm die Wolle wird.Geschorne Schafe sind nichts werth,Wo gute Wolle man begehrt.Läge Rom in deutschen Landen,Ging die Christenheit zu Schanden.Sankt Peter einem Lahmen naht,Der ihn um milde Gabe bat.Nun hört, was ſprach Sankt Peter da,Als er den Kranken liegen sah:Silber und Gold sind fremde mir,Doch was ich habe geb' ich DirAlso gab er dem Mann zur Stund,Er sprach:Steh' auf und sei gesundO, gebe doch ein Papst nur so,Deß' würden alle Christen froh.