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Ueber den Gebrauch des Christenblutes bei den Juden
Entstehung
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11lichen Frevelthaten unserer Ahnen, ein Anfang zu jener schuldigen Süh-nung, die leider noch immer auf sich warten läßt.Die völkerbeherrschende Kirche des Mittelalters aber, die furcht-bare Mitschuldige an der Rohheit ihrer geistigen Kinder, mitschuldigdurch wirkliche und Unterlassungs=Sünden, von dem sich allenthalbenbahnbrechenden Fortschritte über die Hinfälligkeit alles dessen belehrt,was in der Finsterniß wurzelt, sie hat an den Juden Vieles, Vielesgut zu machen. Möge sie sich sputen, dies zu thun, ehe ihre Uhr abge-laufen ist, und die Weltgeschichte eine Schaufel Erde auf ihren Sargwirft.#P. S.Wir wüßten weder Anfang noch Ende zu finden, wollten wir Gegen-wärtigem die sich täglich ereignenden bedauerlichen Vorfälle nachtragen, diebeweisen, wie tief das schmähliche Vorurtheil, welches wir hier bekämpfen,noch im Volke wurzelt. In unserer Absicht liegt es nur, darauf hinzuweisen,wie unter unsern Augen noch neulich auf einer öffentlichen Straße Kölnsein Vater, der mit seinen Kindern durch die Stadt spazierte, den Verdachtderjenigen Leute erregte, die mit ihren Gebeten die Ausrottung der Ketzereienbefördern sollten, was die Geistlichkeit bei dem letzten 3-Königen=Jubiläumverlangt hatte. Gar bald hatte sich eine Schaar gebildet, die den Mannmit Steinwürfen verfolgte und fortwährend rief:Schlagt Jüdd dut, de Kinder stillt. Es kostete den vernünftigen Bürgern Mühe, den Be-drohten vor weiterer Maltraitirung zu schützen. Möchte jeder wohlmeinendeMensch uns in unserm auf die Ansrottung dieses sowie auch jedes andernverderblichen Aberglaubens zielenden Streben, wie mühsam solches auch ist,nach Kräften unterstützen.Auf der zweiten Seite des vorliegenden Aufsatzes haben wir einesMannes wiederholt Erwähnung gethan, dessen Leben beinahe dem Juden-hasse einiger Kappesweiber von der Friesenstraße zum Opfer gefallen wäre;