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Das Märchen vom Fuchs und vom Wolfe : aus niederrheinischer Mundart in die Schriftsprache
Entstehung
Seite
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31Er in die linke Pfort' ihm gabUnd um recht stattlich zu erscheinenStanden ſie beid' auf Hinterbeinen.Das Weinfaß diente zum Altar.Als Alles so geordnet war,1190. Da riß der Wolf den Rachen aufLieß seiner Stimme freien LaufDas Füchslein heult Diskant dabeiUnd rief: ich wette zehn für dreiDaß in der Welt kein OrganistDen Ton zu halten fähig istZu ſolcher Hora, die wir ſingen.Da ließ der Wolf es brüllend klingenUnd schrie:Was muß das vom AltarHerab erst lauten wunderbar!1200. Im Einen Wort ConcelebrantIch die Tonleiter alle fand;Doch daß die Stimmen wir erfrischenLaß trinken uns vom Wein dazwischenWie es die Sache mit sich bringt.Nicht wahr, die Stimme tapfer klingtWenn sie nur nicht so detonirtSeht! sagt der Fuchs: die Milch dortwirdSchon sauer von den falschen Tönen.200Ich muß ſprach Wolf:mich erſtgewöhnen,1210. Den rechten Schlich hineinzubringen,Laß jetztMagnificat uns singen!Da klang es wiederHuh undHeAls wär's ein Chor, sangen die Zwei.Dem Hausherrn droben, dem PastorDrang endlich das Geheul in's Ohr.Da sprang er aus dem Bett herausMit ſeiner Ann', durchſucht das HausUnd fand, daß zu dem SchweinebratenDer Wolf durchs Kellerloch gerathen.1220. Drauf riefen sie den Pächter an,Der hatt' mit Schlafen auch gethanUnd war zur Hülfe gleich zur HandMan nahm dort Waffen, wie man fandZum Schürrohr griff der Herr Paſtor,Die Axt der Bauer sich erkor:Die Ann', im Unterrocke, trugDas Licht, zum Keller ging der ZugDoch wie der Thüre Riegel klangDer ſchlaue Fuchs zur Luke ſprang1230. Und lachte vor des Pfarrers HausDen Wolf, den Hinterlassnen, aus.Der tappt ihm nach, er war vergessen