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Das Märchen vom Fuchs und vom Wolfe : aus niederrheinischer Mundart in die Schriftsprache
Entstehung
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30Der Fuchs jedoch in Pausen fraß,Ging oft zur Kellerluk und maß.Ob er zum Durchgang Raum genug;Der Wolf darob ihn käuend frug:Was läufst du immer nach der Luken1140. Du wirst wohl nach der Köchin gucken?Ich luge, sagt der Fuchs und lacht:Was heuer wohl das Wetter machtDer Mond tritt jetzt in's junge Licht,Drum trau' ich halt dem Wetter nichtUm's Wetter keift der Wolf:laß sorgenDen Mann, der den Kalender schreibtHier sind wir unter Dach geborgen,Auch wenn es regnet, daß es treibt.Nun friß nur tapfer, laß dir's schmecken,1150. Daß dir die Flöh' am Leib verrecken!Der Wolf schlang fort, der Fuchs jedochEilt wiederum an's Kellerloch:Er war so drall, er hatte kaumSich durchzuzwängen knappen RaumDann sprach er:Lieber Herr Pastor,Ein geistlich Stücklein schlag ich vor:Es paßt zusammen Wein und SchweinDort liegt ein Faß, was drin mag ſeinDas will ich allsogleich erkunden1160. Seht diesen Trank, er wird Euch munden!Damit riß er den Hahn herausEin Bächlein floß, der Wolf soff's ausDa ward er süßen Weines voll,Es stieg zu Haupt' ihm wirr und tollWir haben Unterlage nun,Rief Fuchs:laß uns jetzt geistlich thun!Und laß uns jetzt vor allen DingenIm höchſten Ton die Hora ſingen.Doch erst was meines Amtes ist!1170. Zur Feier hab' ich anzukleiden;Ein Lump, der seiner Pflicht vergißDa ließ der Wolf sich gern bescheidenDas Füchslein schmückte zum BeneidenIhn in pontificalibusWie jeder rechte Küster muß:Sich ſelber nach Gebühr zu ſchmücken,Hatt' er als feinen KüsterkragenSich einen Schruppschlunz umgeſchlagen:Ein weißes Tuch, das gegen Mücken1180. Gebreitet, wand dem Wolf er um,Das war die Alb mit CingulumDie Chorkapp' war ein Mattenteppich,Der reich geschmückt mit grünem Eppich,Den Rechenſtiel zum Hirtenſtab