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Das Märchen vom Fuchs und vom Wolfe : aus niederrheinischer Mundart in die Schriftsprache
Entstehung
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LANDIURID STADTSIBLOTHEKDUSSELDORZum dritten Male hat der Weltkampf zwischen der RömischenHerrschbegier und dem deutschen Geiste der Freiheit begonnen. Daserste Mal endigte er mit der Zertrümmerung des Altrömischen Kaiser-thums, das zweite Mal mit der Auflösung des deutschen Reiches.Jahrhunderte hindurch war Deutschland in seiner Zerstückelung einSpott der Nachbaren, eine ihrer Kriegsluſt verfallene Beute. Seitdem von den Jesuitenvätern angeschürten dreißigjährigen Kriege wurdeDeutschland 200 Jahre hindurch von seinen Nachbaren durchplündert,seiner schönsten Gaue beraubt. Keine zehn Jahre vergingen, daß nichtvon übermüthigen Feinden entrissen wurde, was deutscher Fleiß fürWeib und Kind erworben. Daher sein Ansehen, sein Wohlstandgesunken, das Volk verarmt. Nur die Vereinigung aller deutschenStämme vermochte zu retten und zu schützen. Deßhalb haben diebesten deutschen Dichter und Denker für die Wiederaufrichtung desReiches gesprochen und geschrieben und die besten Männer unseresVolkes haben ihr Herzblut dafür zum Heldenopfer gebracht. Hundert-tausende der edelsten Söhne des Vaterlandes haben für uns, für diedeutsche Einheit als Märtyrer gelitten und geblutet, bis endlich nachmörderlichem Kampfe vor zwei Jahren die deutsche Liebe und Kraftgesiegt und das Reich wieder hergestellt haben, das mit dem Bluteder Edelsten gekittet ist.Doch kaum steht der Bau, in welchem wir die Ehre, die Machtund den Frieden des Vaterlandes suchen, in seinen Umfassungsmauernunter Dach und der innere Ausbau ist im Werke, da kommt Rommit seinen Ränken, ihn wieder zu zerstören. Mit Hülfe seiner Send-linge, der Jesuiten und ihrer Jünger, der ultramontanen Geistlichkeitwerden überall im Lande sogen. Katholikenvereine gestiftet, die unterdem Vorwande der Religion die unheilvollste Politik treiben und mitden auswärtigen Feinden des deutschen Reiches zu dessen Untergrabungund Zerstörung bewußt oder unbewußt gemeinschaftliche Sache gemachthaben. Außer der vaterlandslosen ultramontanen Geistlichkeit bestehendiese sogenannten Katholikenvereine aus wenigen Herrschsüchtlern undvielen Bethörten, die Kirchlichkeit und Religion verwechseln und zwarläuten hören, aber nicht wissen, wo die Glocken hangen. Diese Men-schen, denen der Begriff Vaterlandsverrath außer Verständniß gekommen,sollten sich doch klar machen, was die Folge ihres unverständigenTreibens: Entweder gelingt ihr Maulwurfswerk was Gott derHerr verhüte! dann würden wir vom Pferd auf den Esel, ausdem Regen in die Traufe kommen und Glück und Wohlstand würdendie Richtung nehmen wie die Hühner scharren und die Krebse laufen.Oder es gelingt ihnen nicht (was so gewiß wie etwas in der Welt)dann werden sie nur Unruhen schaffen, die den Aufschwung der