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Das Märchen vom Fuchs und vom Wolfe : aus niederrheinischer Mundart in die Schriftsprache
Entstehung
Seite
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Ist vom Staat gleich gut gelitten,Gleich gestellt vor den GesetzenStraft er nur, die ſie verletzen.540. Manches noch könnt' ich erzählen,Wie die dummen Deutschen wählen:Alles was sie sind und habenSind des Vaterlandes Gaben,Das sie kleidet und ernährt,Allen gleichen Schutz gewährt;Rom sandt' Fluch nur und VerdrufUnd zum Schluß den SyllabusJa, will man es untersuchenWie's jetzt mit der Kirch' bestellt550. Hört man schmähen und verfluchenAuch den Besten von der Welt,Wenn er nur auf Wahrheit hält.Ihnen geht es bei dem GlaubenNur um's Herrschen und um's Klauben,Sich zu stärken leis' und sachtDurch des Geldes heil'ge Macht,Die ſie über Alles ſchätzenUnd dafür den Himmel setzenDen, wenn sie der Höll' entrönnen,560. Andern doch nicht liefern können.Nur so lang sie schwach sich fühltenSie mit Chriſti Worten ſpielten:Was des Kaiſers, gebt dem Kaiſer!Doch da sie genugsam wühlten,Da sie für erstarkt sich hielten,Schrieen ſie die Kehlen heiſer:Mehr als Menschen, die bethören,Soll man Gottes Stimme hören,Soll gehorchen Gott dem Herrn!570. Sieh! das ist des Pudels KernUnd so hoch schon steigt ihr Spott,Daß ſie thun, als ſei'n ſie Gott.Wie dem Satan muß auch ihnenDas bekannte Sprüchwort dienen:Wem der Finger zuerkannt,Der verlangt die ganze Hand!Was sie irgendwie begehren,Ihre Weltmacht zu vermehren,Preisen sie mit frommem Schwung580. Stets als Gottes AnordnungWie sie dies auch einst gethanMit dem blöden Hexenwahn,Welchen auf's Tapet ſie brachten,Den die Bauern längst verlachten;Doch wenn vor zweihundert JahrenEine Frau mit Haut und Haaren