Für Bischöfe und Pastöre!Die für Gott und VaterlandNur den Papst und Rom erkannt,490. Die bemüht, mit LügenwitzenDumme Bauern zu erhitzenGegen deren eigne SacheSieh! die ſind aus rechtem FacheNennt man sie vielleicht auch späterWahre Vaterlandsverräther,Fehlt doch in der Thorheit JochAllerwärts die Einsicht noch.Wohl so lange wird sie fehlenAls zum Heil der gläub'gen Seelen500. Schrankenlos die KleriseiUebt die strengste Polizei,Daß die uneinsicht'gen LeuteGröbster Lüge sich're Beute.Was sie hören, was sie lesen,Iſt ultramontanes WeſenRußlands Knut' ist milde nurGegen geistliche CensurKanzel, Beicht', Vereine, SchriftenAllen Wahrheitsmuth vergiften.510. Was man höret immerdarHält man ja zuletzt für wahrWär's auch noch so ungescheidt.Nur so lang die ObrigkeitNach der Pfaffen Willen thut,Ist da Alles wohl und gut:Doch beim allerersten Schritt,Den man da entgegen tritt,Ihre Anmaßung zu kürzenDrohen sie den Staat zu stürzen,520. Und sie wühlen Tag und NachtWas mir große Freude machtDenn das neue deutsche ReichIst wie ihnen uns zugleichWohl ein Nagel zu dem Sarg.Drum die Wuth, die lang sich bargJetzt mit einmal losgelassen,Ein Geschrei auf allen Gassen:„Unsre Kirch' ist in Gefahr!Diese Lüge läßt fürwahr530. Schon die Bauern Rache schnauben.Doch der Staat läßt Jeden glaubenWie er will. Ob man katholiſchRömisch oder apostolischQuäker oder Protestant,Oder sonst noch allerhand:Was getauft und was beschnitten
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Das Märchen vom Fuchs und vom Wolfe : aus niederrheinischer Mundart in die Schriftsprache
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