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Das Märchen vom Fuchs und vom Wolfe : aus niederrheinischer Mundart in die Schriftsprache
Entstehung
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16Dann sprach Wolf:zum Donner-wetter!Ist der Papst ja mein Herr Vetter!440. Nein was sag' ich, dummes Luder:Bruder ist er, mein MilchbruderSiehſt du ſagt' der Fuchs:Wer hätteEinen ſolchen Stein im BretteAufzusteigen vom Pastor.Drauf der Wolf:Das kommt mir vorAls vergessen und begraben,Beſſ're Thiere wird man haben,Denen man zu dieser ZeitKirchlich Würdenthum verleiht.450. Drauf das Füchslein:Bess're ThierHat man wahrlich nicht dafür;Bess're Thier', Herr Vetter, höre:Für Bischöfe und PastöreGibt's nicht in der ganzen Welt.Ach! wie schlecht es wär' bestellt,Wollte man dazu erwählen,Die nur Wahrheit in den SeelenUnd ein Herz für's Vaterland,Dem die Tücke unbekannt,460. Frei von Herrschgier, Lug und TrugNie käm Rom dann auf den Zug.Rom kann Wahrheit nicht ertragen,Sie ist Allen dort ein Graus,Wie ein Schwein im Judenhaus.Wer sie sagt an's Kreuz geschlagenWard er, oder ward verbrannt.Geht das nicht mehr hier zu Land,Weil die heidnisch bösen StaatenGegen solches Menschenbraten,470. Thun sie doch des Beispiels wegenAlles was sie nur vermögen:Mit Verleumden und VerfluchenIhm zu ſchaden ſie verſuchenUnd was kann wohl schlimmer sein?In den Höllenpfuhl hineinWerfen sie des Menschen SeeleDaß Satan sie ewig quäle.So mit ExcommunizirenLohnt man vielen guten Thieren.480. Doch die aller Schaam vergessen,Ihre eignen Worte freſſenHeut' an Anderen verdammenWas sie gestern allzusammenNoch gelobt als wahre Lehre,Sind das sag' ich dir auf EhreSind die Beſten, Vetter, höre: