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Das Märchen vom Fuchs und vom Wolfe : aus niederrheinischer Mundart in die Schriftsprache
Entstehung
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15Den Altkatholiken aber,Die da sticht des Wissens Haber390. Die um's Vaterland 'was geben,Die es suchen zu erhebenUnd verfälschen unsern Kram,Bin ich in der Seele gram.Zur Abschaffung von GebührenUnd des ſchönen MeſſenhandelsWie zur Reinheit seines WandelsWollen sie das Volk verführen:Gegen die UnfehlbarkeitLiegen frevelnd sie im Streit,400. Weil die zu dem Herrn der WeltUnsern lieben Papst bestellt,Der wie du als guter HirtMit dem Reich schon fertig wirdUnd mit seinem tapfern SchmollenBald das Steinchen bringt ans Rollen.Jenen dummen Deutschheitserben,Die uns das Geſchäft verderben,Mußt du stets zu schaden suchenMit Verleumden und Verfluchen,410. D'rin sind Fuchs und Wolf die Meister,Wenn man mit dem Sündenkleiſter,Der in unsrer Seele lebtDer Verhaßten Ruf beklebt.Wahrlich wird auch dir gelingen,Es zum Heiligen zu bringen,Wenn Du hilfst die Dummheit strafen.Du weißt umzugehn mit Schafen:Wer wie du manch Schaaf schon biß,Der heißtBeißſchaaf doch gewiß,420. Was schon bischofähnlich klingt.Glaube ſicher: es gelingt!Du verstehst dich auf das BeißenEine Heerd' kannst du zerreißen,Ja das ganze Reich ſogar,Wenn die alte deutſche SageVon dem Wolfe Fernris wahr,Der da kommt am jüngſten TageZu verschlingen Land und LeuteWas ich freilich heuer deute430. Auf die Schwarzen und die RothenDie bereits die Hand sich boten.Und der Rom den Namen bracht',Der zuerst es groß gemachtUnd ihm lehrte das Stibitzen,Sog an deiner Mutter Zitzen.Durch ein ſolch hochadlich BandBist du noch mit Rom verwandt.