14Hat noch niemals viel gegebenAn die Kirch', denn was sie hat,340. Füttert einen Nimmersatt,Der, je zahlreicher die GabenDesto mehr begehrt zu haben.Peterspfennig armer LeuteIst der reichen Prasser Beute.Was betrifft das deutsche ReichStehst du mit den Römern gleich.An Religion und GlaubenLiegt euch wie an einer taubenNuß gelegen: Interessen,350. Herrscherthum und volles FressenIst es, was euch beide leitet,Ist's, wofür der Klerus streitet,Und kein Pfäfflein ist so kleinDas nicht will ein Päpstchen seinJedes reichet Rom die Hand,Zu verknechten Leut' und Land.Wer die allermeisten LeuteLieferte der Höll' zur Beute,Mit Verketzern und Verdammen,360. Wer die Meisten in die FlammenAuf die Scheiterhaufen bracht',Ward zum Heiligen gemacht.Wer dem Papst und seinen PfaffenHilft die Weltherrschaft verschaffen,Der wird heilig noch geſprochenWas er immer ſonſt verbrochen.Ja! der höchste KeuschheitspreisWurde oft schon, wie man weißSelbst der liederlichsten Frau,370. Die ihm half an seinem Bau.Schuld und Unſchuld gilt gleich vielIn des Papſtes Heil'genſpiel.Heilig spräch' er auf der StelleSelbst den Teufel in der HölleWenn der ihn zum Herrn der WeltUeber alle Fürsten stellt.Sieh! das ist des Papstes KlageUeber Bosheit dieser Tage,Ueber ſein Gefangenſein,380. Das erlogen — dies allein:Daß ihm nicht die ganze WeltUnterthan zu Füßen fällt:Daß die Fürsten nicht gleich DiebenHängen all', die Wahrheit liebenUnd ihr deutsches Vaterland,Das zum Reiche neu erstandNicht entzwei'n zu Blut und Brand.
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Das Märchen vom Fuchs und vom Wolfe : aus niederrheinischer Mundart in die Schriftsprache
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