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Das Märchen vom Fuchs und vom Wolfe : aus niederrheinischer Mundart in die Schriftsprache
Entstehung
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Aber du bist ohne ZweifelDoch darin ein dummer Teufel,140. Daß du, Rothrock, nicht einmalDich befreist von solcher Qual.Ach, klagt Fuchs:es iſt 'ne Schande,Seit geeint die deutſchen Lande,Ist es mit dem Krieg gethanUnter Menschen, er fängt anJetzo unter andern Thieren,Die da fliegen, die auf VierenLaufen und im Wasser schwimmenOder auf die Bäume klimmen.150. Wie die Fürsten einst im ReichThun die Hechte jetzt im Teich,Alle Thiere es ſo machen,Daß der Starke schlingt den Schwachen.Fiel wem ein zu WinterstauchenMeinen warmen Pelz zu brauchenAch! was wollt' ich Schwacher nunDafür zur Vergeltung thun?Abzuwenden solches WeheHeg' ich auf der Haut die Flöhe,160. Furchtbar würden sie mich rächen,Sollte sich ein Thier erfrechen,Mir ein Leides anzuthun!Doch zurück, Herr Vetter, nun:Unter Menschen magst du gehnDoch dazu dich nicht verstehn,Dein bisherig HerrenlebenUnter Bauern aufzugeben.Sieh, du bist im Busch ein König;Sind Einkünfte auch zu wenig170. Hat doch Niemand, meiner Seelen,Dir das G'ringste zu befehlen.In der edlen Freiheit GeiſtWeißt du nicht was dienen heißt;Auch bist du von altem AdelWahrlich, ich verdiente Tadel,Wollt ich dir zum Bauern rathen.Doch ich rieche schon den Braten:Du beginnst bequem zu werdenHoff'st enthoben den Beschwerden180. Und Gefahren, die da dräuen,Deines Lebens dich zu freuenDiesen Wunsch find' ich gerecht;Doch vor Allem sei nicht Knecht!Dieses magst du wohl erwägenUnd d'rum laß uns überlegen,Welch Geſchäft zu dieſer FriſtDir bei Menschen dienlich ist: