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Das Märchen vom Fuchs und vom Wolfe : aus niederrheinischer Mundart in die Schriftsprache
Entstehung
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Als noch in den Deutſchen LandenThier und Menschen sich verstanden,In derſelben Sprache LautenDas Geheimste sich vertrauten,Sich der Laubfroſch mit dem ZeiſiſUnterhielt im grünen Reisig,Eul' der Taube oft erzählte,Was ſie freute, was ſie quälte,Auch das Würmchen und die MückePlauderten von Leid und Glücke10. Und der Esel und der LeuSchwatzten auf derselben Streu,Fuchs und Wolf, freundlich geſellt,Sprachen über Zeit und Welt:Ja damals jetzt liegt die ZeitGott der Herr weiß es, wie weit!Ja damals, so sag' ich, kamenIch vergaß des Ortes NamenFuchs und Wolf in dem VersteckeEiner dichten Buchenhecke20. Brüderlich zusammen beidUm zur ſpäten AbendzeitNoch zu sorgen für den MagenLieber Gott, wie hört man klagenUeber miserable Zeiten,Wo ringsum, von allen SeitenElend dräut und NahrungsnothUnd zuletzt gar Hungertod.Ach! ſeufzt Fuchs:daß aufgekommenDas verdammte deutsche Reich!30. Alles hat es uns genommen,Alles, was uns konnte frommenAlles fort mit Einem Streich!Wie so schöne WüsteneienSchuf der Krieg aus Dorf und Stadt,Ließ uns täglich Leichen streuen,Daß wir jeden Abend ſattRosse, Menschen kostbar Futter!Doch vorbei wär' aller ZwistWenn nicht Rom, die liebe Mutter,