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Das Märchen vom Fuchs und vom Wolfe : aus niederrheinischer Mundart in die Schriftsprache
Entstehung
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der Kirche gehöre. Drum müssen wir der Regierung für die ver-schrieenen Gesetze aufrichtig Dank wissen. In Glauben, Heilslehreund Gottesdienst hat sich der Staat nicht eingemischt. Die zehn GeboteGottes und das Hauptgebot des Christenthums:Liebe Gott überAlles und deinen Nächsten wie dich selbst hat er nicht angetastet.Unser Staat hat vorzugsweise den Katholiken Schutz und Unterstützungangedeihen lassen. Die Person unseres Kaisers gibt die sicherste Bürg-schaft, daß die Religion nicht angefeindet werde, denn er hat sich stetsals der frömmste deutsche Fürst und Held bewiesen. Bei all den großenSiegen hat er Gott die Ehre gegeben. Die Franzosen hatten unsereKirchenglocken zum Kanonengießen geraubt, doch Er hat die erbeutetenGeschütze für Glockenguß an Kirchen geschenkt. Der beste Beweis fürdie Religiosität eines Menschen ist das Verhältniß zu den Eltern.Davon hat unser Kaiser das beste Beispiel gegeben und ein so edlerHeld umgibt sich auch mit Männern, die religiös sind.Unsere Hohenpriester aber, die Bischöfe, die den kirchenpolitischenGesetzen den Gehorsam verweigern, sagen selber, daß solche Gesetzeanderswo mit Zustimmung des Papstes bestehen, und stützen ihreWidersetzlichkeit nur darauf,daß sie bei dem Erlaß nicht zugezogenworden. In unsrer Verfassung steht aber nicht, daß die Bischöfe umdie Gültigkeit eines Gesetzes erst gefragt werden müssen. Sie sagen:es widerstreite Gottes Anordnung, solchen Gesetzen zu gehorchen. Dochdie heil. Schrift, die Gottes Anordnung enthält, sagt:daß Jeder,der sich der obrigkeitlichen Anordnung nicht unterwirft, sich gegen dieAnordnung Gottes auflehne (Pauli Röm. 13, 17). Die Bischöfemachen sich mithin einer doppelten Auflehnung schuldig und führenden Namen Gottes vergeblich in einer Weise, die an Gotteslästerunggrenzt. Die Achtung vor Gesetz und Obrigkeit untergraben ist das schwersteVerbrechen, das um so abscheulicher, wenn das Heiligste, die Religion,zum Deckmantel dafür mißbraucht wird. Nicht auf Gottes Anordnungsondern auf Nachsicht und Versäumniß beruhten die Uebergriffe derHierarchie. Herrschen ist allerwärts süß, und wer einmal den Fingerhat, verlangt die Hand. Als vor 400 Jahren der unfehlbare PapstInnocenz VIII. den Glauben an Hexen in Deutschland einführte, dapriesen die Bischöfe das Lebendigverbrennen unschuldiger Menschen auchals Gottes Anordnung, und Hunderttausende wurden diesem Moloch-dienste geopfert. Jetzt ist der Hexenwahn wie so Manches, was dieBischöfe gepriesen, zum Kinderspott geworden. Vielfach unsinniger aberund unheilvoller ist es, daß man die 13 Millionen Katholiken gegen die26 Millionen Protestanten des Vaterlandes aufzuhetzen sucht, was vieleKapläne auch als Gottes Anordnung ausgeben. Als vor 600 JahrenErzbischof Engelbert II. die Stadt Köln ihrer Reichsfreiheit beraubenwollte, da pries er dies auch als Anordnung Gottes. Die frommenBürger aber wehrten sich, und als drum der Papst die Stadt in denBann gethan, da hielt sie Jahr und Tag ohne Gottesdienst und Priester-schaft aus, bis der Erzbischof klein beigab, weil er sah, daß die tapferenBürger Religion und Priesterherrschaft zu unterscheiden wußten.Diese Unterscheidung thut jetzt Noth. Möge das Volk sie bei denWahlen beweisen. Möge es nicht auf diejenigen hören, die das heiligsteGefühl irreleiten und die Bethörung der Menge zu unheilvollen reichs-