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Briefe und Documente aus der Zeit der Reformation im 16. Jahrhundert : nebst Mitteilungen über Kölnische Gelehrte und Studien im 13. und 16. Jahrhundert bei Gelegenheit des 50jährigen Stiftungsfestes des Friedrich-Wilhelms-Gymnasiums zu Köln
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dem der Graf einen Dolch gesandt hatte, an denselben vom 22.Juni 1532 (Erasmi cpp. II, 1442), woraus folgende Stelle hier zumSchlüsse stehen möge:

Clarissime vir, nee pietate minus illustris quam maiorum stem-matibus, reddidit mihi Polyphemus abs te pugionem sane quam ele-gantem cum hoc elogio ut „ Si minus possem calamo profli-gare hostes meos, ferro rem gererem." Lubens agnovimorum tuorum comitatem, quam hie uno atque altero colloquiosum expertus.

Auch ist die folgende Stelle bei Agrippa (opp. II, 278) Apol.adv. theologistas Lovaniens, ebenfalls vom Jahre 1532, merkwürdig:Nonne generosus Dominus Gulielmus ab Isenburg, licet homolaicus, et nullis scholasticis diseiplinis imbutus, occlusit ora TheologornmColoniensium et ad deprecandum ulteriorem disputationem adegit.In demselben Jahre 1532 (1. März) widmet ihm Hedio in Strass-burg eine Uebersetzung augustinischer Schriften, „Gott wolle auchE. Gnaden zu seines Namens eer, und des heyligen Euangelii fürderungferner gebrauchen."

Ueber die frühere militärische und diplomatische Thätigkeit desGrafen insbesondere in Preussen als hervorragendes Mitglied desdeutschen Ordens ist zu vergl. Joh. Voigt im Band IX seiner Ge-schichte Preussens. Königsb. 1839. Schon im Jahre 1495 wirdGraf Wilhelm von Isenburg zum Grosskomthur erhoben, und wirdseitdem oft in obigem Werke erwähnt, indem er in viele Angelegen-heiten des Ordens verflochten ist.

Ueber das Verhalten des Eaths zu Köln gegen den Grafen unddie mit demselben im Jahre 1527 gepflogene Correspondenz vergl.Ennen, Neuere Gesch. von Köln, S. 291 — 294.