xir
Stelle ein zum Beweise, dass die Sammlung seines Briefwechselsnoch lange nicht abgeschlossen ist.
Unter den Briefen an Luther ist der von Staupitz von hohemhistorischen Interesse, da er den Sehleier, der bisher den Ausgangdes trefflichen Munnes verhüllte, hinwegnimmt.
Der erste Brief Butzers an Luther, dessen richtige Lesung wirHerrn Dr. Isler in Hamburg verdanken, zeigt eine eigenthümliche Frischejugendlicher Begeisterung.
Der Brief des 24jährigen S leid an anReseius, der eine mächtigeBegeisterung für Melanthon kundgibt, wird gewiss von Interesse sein.
Die Geschichte der Errichtung der Consistorien als landesherr-licher Kirchenbehörden in dem Briefe des Jonas hellt die bisherziemlich dunkle Geschichte derselben entschieden auf.
Die Mittheilungen über die beiden vielleicht hervorragendstenMärtyrer der deutschen Eeformation, Heinrich von Zütphen undAdolf Ciarenbach, mögen daraufhinweisen, wie uns eigentlichnoch ein historisches Martyrologium der deutschen Blutzeugen zurReformationszeit mangelt.
Die Briefe über Cläre nbach sowie die von Wester bürgund Heresbach leiten in den Theil der von dem Unterzeichnetenbearbeiteten zweiten Abtheilung hinüber, wo aus dem Leben Kölns in denJahren 1512 bis 1529 manche bisher unbekannte Urkunde publicirt wird.
Die meisten der gegebenen Documente möchte ich den kleinen klarenBergwassern vergleichen, die mir so oft bei den "Wanderungen durchdie gebirgigen Gegenden meiner grossen Gemeinde entgegenrauschen.
Die Liebe zu meiner theuern Vaterstadt, und eine auf Grundder Urkunden gewonnene Ueberzeugung, hat mich auch getrieben,der so oft schriftstellerisch wiederholten Ansicht, als sei die HochschuleKölns zu der damaligen Zeit bloss eine lächerliche Erscheinung undein Heerd der Dummheit gewesen, entgegenzutreten, so weit es indem Plane und in den Glänzen dieser Publication liegen konnte.
"Wie vieles Gleichzeitige hätte noch beigebracht werden können,wenn es der Raum des Buchs gestattet hätte.
Der ehrwürdige Probst von St. Georg, Johann Potken, dererste, der in Europa äthiopische Studien betrieben hat, verdiente eineeigene Dai-stellung.
Nur ungern verzichtete der Unterzeichnete auf die Mittheilungeines Verzeichnisses der ersten bei uns erschienenen griechischenGrammatiken,